Dienstag, 17. Mai 2016

Studieren in Österreich: 290 Heimplätze für Südtiroler

Die Landesregierung hat am Dienstag beschlossen, Südtiroler Studierenden über Vereinbarungen mit österreichischen Studentenheimen 290 Plätze zur Verfügung zu stellen.

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Foto: © shutterstock

Die Bildungsförderung gehört zu den zentralen Aufgaben der Landesregierung. „Um die Hochschulbildung zu fördern und um den angehenden Studierenden auch den Zugang zu deutschsprachigen Hochschulen und Universitäten zu ermöglichen, werden einerseits Stipendien gewährt, Fahrtkosten rückerstattet, Leistungsprämien zuerkannt, aber auch Heimplätze in österreichischen Universitätsstädten reserviert“, erklärt Landeshauptmann Arno Kompatscher, der in der Landesregierung auch für die Universität, Wissenschaft und Forschung zuständig ist.

Laut Erhebung des Landesstatistikinstitutes Astat studierten im Studienjahr 2013/2014 genau 5167 Südtiroler an Österreichs Hochschulen. Der Löwenanteil davon, immerhin 63,4 Prozent, studierten in Innsbruck, 26,2 Prozent in Wien und die übrigen 10,4 Prozent teilten sich auf Graz, Salzburg, Linz und Leoben auf.

Auf Basis dieser Erhebung hat die Landesregierung beschlossen, über Vereinbarungen insgesamt 290 Heimplätze zur Verfügung zu stellen: 80 Plätze in Innsbruck und weitere 210 in anderen österreichischen Universitätsstädten.

Wiederaufnahme, wirtschaftliche Bedürftigkeit und chronologische Reihenfolge als Kriterien

Das Land schließt Vereinbarungen mit Trägerorganisationen von Studentenheimen ab. Mit dem Beschluss vom Dienstag genehmigte die Landesregierung die Bekanntmachung, auf deren Grundlage die entsprechenden Vereinbarungen zustande kommen sollen.

Die Heime müssen demnach über folgende minimale Standards verfügen: Einzel- oder maximal Doppelzimmer, Küche im Zimmer oder mindestens eine pro Stockwerk und Internetanschluss im Zimmer. Der Betrag zur Reservierung eines Heimplatzes beträgt maximal 550 Euro plus Mehrwertsteuer pro Jahr, insgesamt stellt die Landesregierung für die Vertragsdauer von zehn Jahren 1,754 Millionen Euro bereit. Kriterien für die Zuweisung der Heimplätze sind die Wiederaufnahme, die wirtschaftliche Bedürftigkeit und die chronologische Reihenfolge der Anmeldungen.

Ein Angebot können Heimbetreiber einreichen, die langjährige Erfahrung in der Führung von Studentenheimen haben und nicht weiter als sieben Kilometer von der Universität entfernt liegen. In Innsbruck sind als maximale Entfernung drei Kilometer vorgesehen.

Die Angebote der Heimbetreiber werden von einer Fachjury bewertet. Zum Tragen kommen dabei der Mietpreis, die Entfernung zum Standort der Universität, die Anzahl der in den vergangenen drei akademischen Jahren untergebrachten Südtiroler, die Gemeinnützigkeit der Einrichtung sowie der angebotene Preis.

stol

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