Dienstag, 09. Februar 2021

Studierende begrüßen kostenlose Testmöglichkeit für Pendler

Wie berichtet, verlangt Österreich für Einreisende einen negativen Corona-Test, der nicht älter als eine Woche sein darf. Südtiroler Studierende, die an einer österreichischen Hochschule eingeschrieben sind, sollen sich künftig gratis auf das Coronavirus testen lassen. Der Vorsitzende der sh.asus, Matthias von Wenzl, begrüßt diese Entscheidung der Landesregierung.

Für die Südtiroler Studierenden gilt, dass sie nachweisen müssen, an einer österreichischen Universität inskribiert zu sein  und in der Woche des gewünschten Tests an verpflichtenden Präsenzveranstaltungen oder Präsenzprüfungen teilnehmen müssen.
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Für die Südtiroler Studierenden gilt, dass sie nachweisen müssen, an einer österreichischen Universität inskribiert zu sein und in der Woche des gewünschten Tests an verpflichtenden Präsenzveranstaltungen oder Präsenzprüfungen teilnehmen müssen. - Foto: © APA/afp / ALFREDO ESTRELLA
Das Angebot richtet sich an Personen, die ihren Hauptwohnsitz in Südtirol haben und die für die Ausreise nach Österreich effektiv einen Grund haben: Ausschlaggebend ist, dass sie eine Präsenzprüfung ablegen oder jedenfalls eine in Präsenz abgehaltenen Lehrveranstaltung besuchen müssen. (STOL hat berichtet)

Die Südtiroler HochschülerInnenschaft (sh.asus) war in den vergangenen Tagen eng mit Bildungslandesrat Philipp Achammer in Kontakt, wobei der Aufbau von spezifischen Testkapazitäten für Studierende auch ein Thema war. Grund hierfür sind neue, restriktive Einreisebestimmungen, die Wien erstmals auch auf pendelnde Studierende anwendet. So muss bei der Einreise ein negativer Corona-Test vorliegen.

Vorteil für die, die ihn brauchen! Aber es gilt: Weitere Schritte setzen!

Der Vorsitzende der sh.asus, Matthias von Wenzl, begrüßt die Entscheidung der Landesregierung: „Den Studierenden, die tatsächlich pendeln müssen, weil sie trotz überwiegender Fernlehre Präsenzveranstaltungen an ihrer Hochschule haben, es aber dennoch bevorzugen, prinzipiell diese schwere Zeit bei ihrer Familie zu verbringen, wird hier entgegengekommen.“




Bei manchen Studierenden gebe es außerdem objektive Gründe fürs Pendeln, etwa, weil sie beim heimischen Betrieb aushelfen. Und sich wöchentlich testen zu lassen, könne für viele Studierende eine merklichen finanzielle Belastung bedeuten, sodass Gratis-Testmöglichkeiten auch in Hinblick auf die soziale Gerechtigkeit zu befürworten seien.

Julian Nikolaus Rensi, Vizevorsitzender der sh.asus, ergänzt: „Zunächst beschränkt sich das Angebot auf in Österreich studierende Südtiroler. In einem zweiten Moment muss darüber nachgedacht werden, es auf alle Studierenden auszuweiten.“ Denn es könne sein, so Rensi, dass auch deutsche Bundesländer ähnliche Einreisebestimmungen erlassen werden, wohingegen man aktuell z.B. in Bayern so oder so in Quarantäne muss. Rensi betont, dass es Ziel der Politik sein müsse, Anreize für ein häufiges, freiwilliges Testen von jungen Menschen zu setzen – und Gratis-Testmöglichkeiten seien hierfür ein optimales Mittel.

stol

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