Donnerstag, 05. Juli 2018

St.Ulrich: 3 Totengräber angeklagt

Wegen der Vorhaltung, herabwürdigende Handlungen an einer Leiche begangen zu haben, müssen sich 3 Totengräber aus St. Ulrich vor Gericht verantworten. Ihnen wird zur Last gelegt, den Leichnam einer Frau exhumiert und in der Folge nicht mehr ordnungsgemäß zur letzten Ruhe gebettet zu haben.

Laut Anklage hätten die Friedhofswärter die sterblichen Überreste der Frau nach der Exhumierung kurzfristig in einem entlegenen Bereich des Friedhofs abgelegt, sie in der Folge wieder ins Grab zum inzwischen bestatteten Mann gelegt und das Grab mit Erde aufgefüllt. (Symbolbild)
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Laut Anklage hätten die Friedhofswärter die sterblichen Überreste der Frau nach der Exhumierung kurzfristig in einem entlegenen Bereich des Friedhofs abgelegt, sie in der Folge wieder ins Grab zum inzwischen bestatteten Mann gelegt und das Grab mit Erde aufgefüllt. (Symbolbild) - Foto: © shutterstock

Der Vorfall, der von einem Zeugen angezeigt wurde, geht laut Anklage auf den Sommer 2015 zurück. Als die Beerdigung eines Mannes anstand, stießen die Friedhofswärter beim Graben auf einen Zinksarg, in dem sich die noch relativ gut erhaltenen, sterblichen Überreste einer Frau befanden. Bei der Toten handelte es sich um eine Frau aus Kalabrien, sie war 1990 gestorben und in St. Ulrich beigesetzt worden.

Laut Anklage hätten die Friedhofswärter die sterblichen Überreste der Frau nach der Exhumierung kurzfristig in einem entlegenen Bereich des Friedhofs abgelegt, sie in der Folge wieder ins Grab zum inzwischen bestatteten Mann gelegt und das Grab mit Erde aufgefüllt. Damit sei gegen die ordnungsgemäße Vorgangsweise verstoßen worden. 

Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen Haftstrafen von einem Jahr bis zu 3 Jahren. 

D/rc

Den vollständigen Artikel und weitere Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol