Freitag, 25. September 2020

Sturm wütet in Meran: Mehrere Bäume entwurzelt

Wieder hat ein Sturm in Meran großen Schaden angerichtet: Mehrere Bäume wurden entwurzelt, ein besonders großes Exemplar krachte am Mazzini-Platz auf mehrere Autos.

Der Baum fiel auf mehrere Fahrzeuge am Meraner Mazziniplatz. - Foto: © Video Aktiv Schnalstal
Mit über 100 Stundenkilometern wütete der Sturm am Freitagnachmittag in der Passerstadt. Und wieder wurden dabei mehrere Bäume entwurzelt.

Gegen 14.30 Uhr fiel ein Baum am Kreisverkehr des Mazzini-Platzes auf 3 Fahrzeuge. Die Insassen von 2 Fahrzeugen blieben unverletzt, eine Familie musste vom Team des Weißen Kreuzes Meran behandelt werden: Der Vater und ein 3-jähriger Bub wurden leicht, die Mutter mittelschwer verletzt.

Stellenweise Stromausfall – Gampenstraße gesperrt

Und auch in der Claudia-de-Medici-Straße fiel ein Baum auf die Straße. Dadurch wurden nicht nur die Anrainer ein- bzw. ausgesperrt, auch die Stromleitungen wurden unterbrochen und das Internet fiel aus.


Auch die Gampenstraße am Pferderennplatz musste in beiden Richtungen gesperrt werden.

Warum immer wieder Meran?

Für Freitag waren Niederschläge und Sturm im ganzen Land vorhergesagt, doch wie schon mehrmals in der Vergangenheit traf es auch diesmal Meran besonders heftig.

„In den vergangenen Wochen gab es in der Kurstadt mehrere Unwetter mit Sturmböen, Hagel und wolkenbruchartigem Regen“, fasst Landesmeteorologe Dieter Peterlin zusammen, „unter anderem am 10. Juli, 28. Juli, 16. September und besonders am 22. August mit neuem Windrekord von 122 Stundenkilometern.“

Warum genau Meran? „Das Burggrafenamt ist aufgrund seiner Lage generell gewitter- und windbegünstigt, weil hier einfach erklärt die verschiedenen Windströmungen aus dem Vinschgau, Passeiertal und Ultental aufeinandertreffen. Dass es dann gerade heuer so viele Unwetter gibt ist dann aber auch Pech und Zufall“, so Peterlin.

Im August etwa standen die Lauben unter Wasser, schon in der vergangenen Woche hagelte und regnete es in der Passerstadt.

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Aber auch in anderen Teilen des Burggrafenamts sowie im Vinschgau und dem Überetsch-Unterland mussten die Wehrleute der Freiwilligen Feuerwehren wegen des Unwetters ausrücken.

liz