Nachdem im Zuge der Sparmaßnahmen die Subventionen für die Hörfunk- und Fernsehprogramme der Minderheitensprachen deutsch, ladinisch, slowenisch und französisch der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt RAI um ein Drittel gekürzt wurden, hat die Regierung Monti nun auch die Subventionen für die Zeitungen, die in diesen vier Minderheitensprachen erscheinen, ab sofort um 25 Prozent gekürzt. Ab 2014 sollen diese Subventionen gänzlich gestrichen werden. Diese Kürzungen hatte die Regierung Berlusconi beschlossen, die der Regierung Monti hat sie bestätigt."Der Landesbeirat für Kommunikationswesen bedauert diese Entscheidung", so Präsident Hansjörg Kucera. „So sehr Sparmaßnahmen in der derzeitigen allgemeinen Lage verständlich und auch angebracht sind, trifft diese Subventionskürzung einen wesentlichen Bereich des Minderheitenschutzes in Südtirol, Friaul-Julisch-Venetien und Aostatal“, betont Kucera.„Presse, Hörfunk und Fernsehen bieten den von der Verfassung geschützten Sprachminderheiten eine unverzichtbare Möglichkeit zur muttersprachlichen Information und kulturellen Entfaltung. Wie die betroffenen Zeitungen unterstreichen, schränkt die Subventionskürzung diese Möglichkeit ein oder gefährdet im schlimmsten Fall sogar das Überleben von Zeitungen.“Man hoffe deshalb, dass die Regierung Monti diese Sparmaßnahme überdenke und abmildere oder sogar ganz zurücknehme.