Freitag, 08. März 2019

Suchaktionen im Fall Rebecca gehen am Freitag weiter

Nach einer Suchaktion der Polizei im Fall Rebecca gehen die Ermittlungen zur Aufklärung ihres Verschwindens weiter. Rund sieben Stunden lang durchkämmten Polizisten am Donnerstag ein Waldgebiet in Brandenburg, südöstlich von Berlin. Die Einsatzkräfte fanden bis zum Einbruch der Dunkelheit keine entscheidende Spur. Am Freitag wird die Suchaktion wieder aufgenommen.

Polizisten durchkämmten am Donnerstag ein Waldstück. Am Freitag soll die Suche wieder aufgenommen werden.
Polizisten durchkämmten am Donnerstag ein Waldstück. Am Freitag soll die Suche wieder aufgenommen werden. - Foto: © APA/DPA

Die Berliner Mordkommission verdächtigt den Schwager Rebeccas. Er sitzt in Untersuchungshaft. Die Ermittler gehen davon aus, dass das 15-jährige Mädchen getötet wurde. (STOL hat berichtet) Für diesen Freitag seien neue Suchaktionen geplant, sagte ein Polizeisprecher der Deutschen Presse-Agentur am frühen Freitagmorgen.

Die Ermittler befassen sich vor allem auch mit zwei Autofahrten des Schwagers. Auf der Autobahn 12 zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) war das Auto, das der 27 Jahre alte Deutsche nutzte, von einem Kennzeichen-Erfassungssystem der Polizei registriert worden. „Wir müssen alles tun, um zu klären, was ist da passiert“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, am Donnerstabend im rbb.

Unweit der A12, nahe dem Ort Kummersdorf bei Storkow, liegt der Wald, den die Polizei am Donnerstag absuchte. Auch Spürhunde waren im Einsatz. Warum die Polizei ausgerechnet dort suchte, wurde nicht bekannt. Die 15-jährige Rebecca aus Berlin wird seit dem 18. Februar vermisst.

„Es ist ein Fall, der betroffen macht“, sagte Steltner. Die große Anteilnahme sei nachvollziehbar. Nach der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ am Mittwochabend waren bis Donnerstag mehr als 300 neue Hinweise bei der Mordkommission eingegangen. Die Gesamtzahl lag damit bei rund 700. Die Polizei hatte zuletzt gefragt, wer das himbeerrote Auto des verdächtigen Schwagers in Brandenburg gesehen hat. Die Ermittler veröffentlichten Fotos des Verdächtigen und des Wagens.

„Zu beiden Fahrten kann er keine Angaben machen“, hatte Kriminalhauptkommissar Michael Hoffmann, Leiter der zuständigen 3. Mordkommission, gesagt. Die Fahrten passten nicht zu der Version, die der Schwager erzählt habe. Es gebe Widersprüche in den Aussagen des Mannes.

dpa

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stol