Dienstag, 19. Januar 2021

Suche nach Ehepaar: „Fluss ist extrem schwieriges Terrain“

Nachdem am Dienstag im Vermisstenfall des Bozners Ehepaars Peter Neumair und Laura Perselli Mordermittlungen gegen den Sohn aufgenommen wurden und erneut der Fluss zwischen Pfatten und Leifers abgesucht werden soll, fragt sich ganz Südtirol: Kann es sein, dass im Wasser etwas übersehen wurde? Trotz aufwendiger und wochenlanger Suche? STOL hat bei Felix Reggiani von der Berufsfeuerwehr nachgefragt.

Die Flüsse wurden akribisch abgesucht. Hier eine Aufnahme der Brixner Feuerwehr  vom 11. Jänner, als auch entlang des Eisacks bei Freienfeld nach dem Ehepaar gesucht wurde.
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Die Flüsse wurden akribisch abgesucht. Hier eine Aufnahme der Brixner Feuerwehr vom 11. Jänner, als auch entlang des Eisacks bei Freienfeld nach dem Ehepaar gesucht wurde. - Foto: © FFW Brixen
„Wir haben bei den zahlreichen Suchaktionen nach dem Paar wirklich akribisch gearbeitet und jeden Bereich, den uns die Behörden genannt haben, abgesucht, auch unter Verwendung von Sonargeräten (Erklärung siehe Factbox weiter unten). Dennoch kann man nie gänzlich ausschließen, dass etwas übersehen wird. Gerade Fließgewässer sind ein extrem schwieriges Terrain“, so Reggiani, der bei den zahlreichen Suchaktionen nach dem Ehepaar zu Land und zu Wasser die Einsatzleitung für die Berufsfeuerwehr innehatte.

Warum genau?

„Zum einen sind die Fließgeschwindigkeit und der Wasserstand bei Flüssen Faktoren, die die Suche erschweren können, außerdem ist die Sicht häufig nicht optimal und es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wo sich etwas verkeilen bzw. verstecken kann. Und nicht zu vergessen: Die winterlichen Bedingungen spielen auch eine nicht unbedeutende Rolle“, so Reggiani.



Im Video sehen Sie die Suchaktion vom vergangenen Samstag.

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Hier lesen Sie alles zu den neuesten Entwicklungen im Fall Neumair/Perselli.

Einen Überblick über die Ereignisse – seit dem Tag des Verschwindens bis heute – finden Sie im exklusiven s+ Artikel.

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