Dienstag, 26. Juni 2018

Suche nach Eingeschlossenen in thailändischer Höhle

In einer Höhle in Thailand ist die Rettungsaktion für eine Buben-Fußballmannschaft fortgesetzt worden. Mit Sauerstoffflaschen und Essensrationen ausgestattete Marine-Taucher begaben sich Dienstagfrüh in die Höhle in der Provinz Chiang Rai. Verzweifelte Eltern beteten für die Rettung der zwölf Buben und ihres Trainers, die seit Samstag in der teilweise überfluteten Höhle vermutet werden.

Noch gibt es Hoffnung für die  Buben-Fußballmannschaft und ihren Trainer. - Foto: APA (AFP)
Noch gibt es Hoffnung für die Buben-Fußballmannschaft und ihren Trainer. - Foto: APA (AFP)

Das Taucherteam werde bis ans Ende der Tham-Luang-Höhle gehen, teilte die Marine im Online-Netzwerk Facebook mit. Im Laufe des Tages solle zur Unterstützung der Taucher ein Unterwasserroboter eingesetzt werden, teilte Sawangtit Srikitsuwan von der König-Mongkut-Universitität in Bangkok mit.

Große Suchaktion gestartet

Insgesamt beteiligten sich Hunderte Menschen an der Suche, darunter Polizisten, Soldaten und Vertreter des Nationalparks in der Nähe der Grenze zu Laos und Myanmar. Auch aus der Luft wurde das Gebiet abgesucht.

Fahrräder und ein Motorrad am Eingang der Höhle

Es wird vermutet, dass sich die Buben im Alter von elf bis 16 Jahren und ihr Trainer in den hinteren Bereich der mehrere Kilometer langen Höhle zurückgezogen haben, nachdem diese wegen Monsunregenfällen teilweise überflutet wurde. Am Montag hatten Rettungskräfte am Eingang der Höhle Fahrräder und ein Motorrad gefunden. Taucher berichteten, sie hätten in einer der Kammern Fußspuren entdeckt.

Monsunregen füllt Höhle schnell mit Wasser

In der Region waren in den vergangenen Tagen heftige Monsunregen niedergegangen, so dass die Höhle sich schnell mit Wasser füllte. Die Monsun-Zeit in Thailand dauert von Mai bis Oktober und führt immer wieder zu gefährlichen Überschwemmungen und Erdrutschen.

Wegen ihrer Abgeschiedenheit wird die Höhle von ausländischen Touristen nur selten besichtigt. Die Einheimischen besuchen die Höhle wegen kleiner Buddha-Statuen, die dort aufgestellt wurden.

apa/ag.

stol