Mittwoch, 21. April 2021

Suche nach Peter Neumair geht bald weiter

Die Suche nach Peter Neumair soll in Kürze fortgesetzt werden: Zum Einsatz kommen Leichenspürhunde, die für die Wassersuche ausgebildet sind. Diese vierbeinigen Spezialisten aus La Spezia können einen Körper in 10 Metern Tiefe und mehr wittern.

An der Brücke zur Frizzi Au hat Benno Neumair die Leichen seiner Eltern in die Etsch geworfen. Schon im Winter wurde das Gebiet ausgiebig  abgesucht.
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An der Brücke zur Frizzi Au hat Benno Neumair die Leichen seiner Eltern in die Etsch geworfen. Schon im Winter wurde das Gebiet ausgiebig abgesucht.
106 Tage ist es inzwischen her, dass Peter Neumair zum letzten Mal lebend gesehen wurde. Seither ist viel passiert. Sein Sohn Benno Neumair hat gestanden, ihn getötet und bei der Brücke zur Frizzi Au in die Etsch geworfen zu haben, ebenso wie seine Mutter Laura Perselli. Alles, was seit dem Verschwinden des Bozner Paares geschah, lesen Sie hier.

Der 30-Jährige wartet weiterhin in vorbeugender Verwahrungshaft im Bozner Gefängnis auf die Ergebnisse der laufenden Beweissicherungsverfahren – zu seinem psychischen Zustand zur Tatzeit und zu den genetischen Beweisen auf den Fundstücken bzw. sichergestellten Spuren. Die Blutflecken am Geländer der Brücke wurden bereits eindeutig Peter Neumair zugeordnet. Anders als der Leichnam seiner Frau konnte der des 63-Jährigen aber noch nicht gefunden werden. Das soll sich bald ändern.

Suche wird mit Leichenspürhunden fortgesetzt

Sobald die Wassertemperaturen etwas angestiegen sind, werden in Bozen Beamte der Spezialeinheit der Polizei aus La Spezia mit ihren Hunden erwartet. Diese Leichenspürhunde sind darauf trainiert, Geruch von Blut und Gase, die bei der Zersetzung eines Körpers durch Bakterien entstehen, anzuzeigen.

Ihre Nasen sind so empfindlich, dass sie imstande sind, diese sehr feinen Gase auch zu wittern, wenn sie aus dem Wasser aufsteigen. So können sie sogar tote Körper aufspüren, die in 10 Metern Tiefe und mehr liegen.

rc/stol