Mittwoch, 10. Februar 2021

Suche nach Peter Neumair: Verdächtige Stelle erneut abgesucht – Kein Ergebnis

Nachdem 2 Tauchgänge am gestrigen Dienstag kein Ergebnis brachten, wurde am Mittwoch erneut jene Stelle in der Etsch abgesucht, wo ein „Schatten“ festgestellt worden war. Bis Nachmittag ohne Ergebnis.

Die Suche der Taucher blieb auch am Mittwoch ergebnislos. - Foto: © LVF
Wie berichtet, war am Dienstagnachmittag mittels Echolot in der Etsch auf der Höhe der Raststätte „Laimburg“ ein „verdächtiger Schatten“ in etwa 2 Metern Wassertiefe gesichtet worden.

2 Tauchgänge blieben allerdings ohne Ergebnis, um 18 Uhr musste die Suche aufgrund von Einbruch der Dunkelheit abgebrochen werden.

Am heutigen Mittwoch sind wiederum die Wasserrettungseinheiten der Taucher der Freiwilligen Feuerwehren Auer, Pfatten und Leifers und der Berufsfeuerwehr sowie des Bezirksfeuerwehrverbandes Unterland an dieselbe Stelle, wo gestern die Suchaktion auf Grund der Dunkelheit unterbrochen wurde, zurückgekehrt. Zu allererst wurde die Stelle, wo gestern mit dem Echolot ein Umriss wahr genommen wurde, mehrmals mit einer Unterwasserkamera abgesucht, danach wurden bei mehreren Tauchgängen diese Stelle genau unter Wasser kontrolliert. Sämtliche Aktionen blieben erfolglos und es konnte kein Körper ausfindig gemacht werden.

„Die Wetterverhältnisse sind denkbar schlecht für eine Suche, der Taucher hat im Wasser nur wenige Zentimeter Sicht, er muss sich quasi blind vorantasten“, erklärt der Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr Hansjörg Elser gegenüber STOL.

Gegen 14.30 Uhr wurde die Suchaktion für heute abgebrochen. Am morgigen Donnerstag soll sie wiederum mit einem Boot der Berufsfeuerwehr aufnehmen. Zudem wird morgen um 11.00 Uhr zusammen mit den ermittelnden Polizeibehörden eine Koordinierungssitzung abgehalten, um das weitere Vorgehen zu besprechen und unter den Organisationen abzustimmen. Am Einsatzort waren auch eine Erdbewegungsmaschine der Wildbachverbauung sowie mehrere Einsatzkräfte der Carabinieri.

Laura Persellis Leichnam am Samstag entdeckt

Da bei einer Suchaktion am vergangenen Freitag Schuhe gefunden worden waren, die wohl Peter Neumair gehören, wurde die Suche nach den Leichen intensiviert.

Am Samstag war dann – wie berichtet- der Leichnam von Laura Perselli in der Etsch entdeckt worden. Eine Autopsie wird die Todesursache klären. Welchen Einfluss Wochen im Wasser auf einen leblosen Körper haben, erklärt Ötzi-Konservator Prof. Oliver Peschel.

Der 30-jährige Sohn des Paares, Benno Neumair, ist dringend tatverdächtig und sitzt wegen Mordverdachts im Bozner Gefängnis. Die Entscheidung, ob er in Verwahrungshaft bleiben muss, dürfte bereits am Mittwoch fallen. Am Dienstag sprachen Neumairs Verteidiger Flavio Moccia und Angelo Polo vor dem Freiheitsgericht in Bozen und versuchten Gründe für eine Enthaftung zu liefern.

liz/vs