Mittwoch, 11. April 2018

Suche nach vermisstem Tengelmann-Chef ergebnislos

Die Suche nach dem seit Samstag vermissten Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub läuft im Skigebiet am Matterhorn auf Hochtouren. Die Suche wird aber auch auf italienischer Seite von schlechtem Wetter erschwert.

Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub.
Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub. - Foto: © APA/AFP

Nach Angaben der für die Bergrettung zuständigen Air Zermatt sind alle verfügbaren Kräfte im Einsatz. Frühestens am Nachmittag werde es weitere Informationen geben, sagte eine Mitarbeiterin am Mittwochmorgen.

Nach Angaben der Kantonspolizei suchen Spezialisten seit Tagen nach dem vermissten 58-Jährigen. Es habe zahlreiche Überflüge mit Hubschraubern gegeben, Bergungsspezialisten hätten sich auch in Gletscherspalten abgeseilt, sagte ein Mitarbeiter der Polizeistation der Kantonspolizei in Zermatt. „Das Gelände ist sehr schwierig, hochalpin und sehr zerklüftet“, sagte er. Allerdings habe es am Dienstag in dem Gebiet geschneit, was die Suche erschwert habe.

Am Samstag verlor sich seine Spur

Der Vermisste sei am Samstag mit einer Seilbahn zum Klein Matterhorn gefahren. Die Bergstation liegt auf 3.820 Metern. Dort verlor sich seine Spur. Von dort aus gibt es Abfahrten Richtung Zermatt und Italien. Auch auf italienischer Seite laufe die Suche auf Hochtouren. Es seien zu dem Zeitpunkt andere Skifahrer vor Ort gewesen, aber bisher sei niemand gefunden worden, der den 58-Jährigen gesehen habe, sagte der Mitarbeiter.

Eine Sprecherin der Tengelmann-Gruppe hatte am Dienstagabend bestätigt, dass der Milliardär vermisst wird. Nach Angaben der Zeitung „Blick“ ist Haub passionierter Ski-Alpinist und wollte im April an einem schwierigen Skitourrennen teilnehmen.

Bergrettung zu Suche nach Tengelmann-Chef

Die Suche nach dem in den Alpen vermissten Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub wird auch auf italienischer Seite von schlechtem Wetter erschwert. Neuschnee und schlechte Sicht machten die Suche zu einem schwierigen Unterfangen, sie werde jedoch nicht abgebrochen, sagte der Sprecher der italienischen Bergrettung, Walter Milan, am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.

Ein Hubschrauber könne derzeit leider nicht eingesetzt werden. Es werde auf dem gesamten italienischen Gebiet am Matterhorn gesucht. Man hoffe auf ein Schönwetter-Fenster am Freitag. „Die Suche ist sehr schwierig, das Gebiet ist sehr groß und die Spuren sind verwischt“, sagte Milan. Auch gebe es viele Gletscherspalten.

Hoffnung werde nicht aufgegeben

„Er war nach unseren Erkenntnissen alleine unterwegs“, sagte Milan. Die Hoffnung, ihn zu finden, werde nicht aufgegeben. „Es kann ein Wunder geschehen, aber das Wetter hilft nicht.“

Ein Problem sei auch, dass Lawinenpiepser – die viele Tourengeher mit sich tragen und die bei der Suche nach Verschütteten helfen – nur eine begrenzte Zeit Signale sendeten.

apa/dpa

stol