Auch Tage nach dem Verschwinden von Annabella Martinelli laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die 22-jährige war zuletzt im Gebiet der Euganeischen Hügel im Gemeindegebiet von Teolo (Provinz Padua) gesehen worden. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/jusstudentin-22-in-padua-vermisst-jetzt-wurde-ihr-fahrrad-gefunden" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Dort wurde auch ihr Fahrrad gefunden.</a> Von der jungen Frau selbst fehlt jedoch weiterhin jede Spur.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1260906_image" /></div> <BR /><BR />Die groß angelegten Suchaktionen von Zivilschutz und Feuerwehr in dem schwer zugänglichen Gelände blieben bislang ohne Ergebnis. Parallel dazu haben die Carabinieri ihre Ermittlungen ausgeweitet – sowohl geografisch als auch inhaltlich.<BR /><BR />Neben dem Raum Padua richtet sich der Blick nun laut der Nachrichtenagentur Ansa auch nach Bologna, wo Annabellastudiert. In den vergangenen Stunden tauschten sich die Ermittler aus Padua demnach mit Kollegen aus der emilianischen Hauptstadt aus, zudem wurden Informationen an der Universität eingeholt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1260912_image" /></div> <h3> Ist Annabella freiwillig verschwunden?</h3>Zunehmend gewinnt dabei die Hypothese an Gewicht, dass Annabella sich freiwillig von dem Ort entfernt haben könnte, an dem sie zuletzt gesehen wurde. Ob sie allein oder in Begleitung unterwegs war, ist bislang unklar. Die Staatsanwaltschaft schließt nach aktuellem Stand jedoch die Beteiligung Dritter aus. Entsprechend wird derzeit auch kein konkreter Straftatbestand verfolgt.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1260915_image" /></div> <BR /><BR />Auffällig bleibt das Verschwinden des Mobiltelefons der jungen Frau. Anders als ihr Fahrrad wurde es bislang nicht gefunden. Besonders rätselhaft ist zudem ein weiteres Detail: Obwohl seit mehr als fünf Tagen kein Signal der SIM-Karte registriert wurde, wurden Annabellas Social-Media-Profile über das Internet gelöscht. Dies setzt den Besitz der entsprechenden Zugangsdaten voraus – ein Umstand, der laut Ermittlern darauf hindeuten könnte, dass Annabella selbst diesen Schritt gesetzt hat, möglicherweise um damit ein Zeichen zu geben.<h3> Ermittler legen Fokus auf Spuren im Internet</h3>Genau auf diesen digitalen Aspekt konzentrieren sich nun verstärkt die Ermittlungen. Spezialisten der auf Cyberkriminalität spezialisierten Einheiten der Carabinieri prüfen, von wo aus und auf welchem Weg auf die Online-Konten zugegriffen wurde. <BR /><BR />Der Bürgermeister von Teolo, Valentino Turetta, mahnte unterdessen gegenüber der Ansa zur Vorsicht bei voreiligen Schlüssen. Ein Handy-Signal könne einen Radius von bis zu 20 Kilometern haben, erklärte er. Daraus lasse sich kein verlässlicher Aufenthaltsort ableiten. Die Gemeinde unterstütze die Einsatzkräfte logistisch, auch die Bevölkerung helfe im Rahmen des Möglichen.<BR /><BR />Aus dem familiären Umfeld heißt es, dass es keinerlei offensichtliches Motiv für ein Verschwinden gegeben habe. Gerade diese Unklarheit macht den Fall für die Ermittler schwierig – und hält alle denkbaren Szenarien offen.