Montag, 10. Februar 2020

Suchtpotenzial und Cybermobbing: Online-Gefahren für Jugendliche

Auf die Gefahren des Internets weist anlässlich des am Dienstag stattfindenden Safer Internet Days auch der Südtiroler Jugendring hin.

Der Jugendring warnt vor Cybermobbing,
Der Jugendring warnt vor Cybermobbing, - Foto: © shutterstock
Das Internet, vor allem auch dank dem Smartphone, ist aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die meisten Jugendliche verbringen täglich mehr oder weniger viel Zeit im Netz und nutzen die damit verbundenen Möglichkeiten und Angebote. Besonders Onlinespiele und soziale Netzwerke wie Facebook, WhatsApp, Instagram oder Twitter sind für sie verlockender und attraktiver denn je, heißt es in einer Presseaussendung des Südtiroler Jugendrings am Montag.

Demnach setzen sich Jugendliche dabei zwangsläufig auch verschiedenen Gefahren aus. „Diese reichen vom Suchtpotenzial, das nicht zu unterschätzen ist, über das unbeabsichtigte Veröffentlichen von persönlichen Daten bis hin zu Beleidigungen oder gezieltem Cybermobbing, dem viele ausgesetzt sind“, erklärt Michael Reiner, Leiter Abteilung Beratung und Information, des Südtiroler Jugendrings, die unter anderem für das Angebot der Jugendberatung zuständig ist.

Am Dienstag, 11. Februar, findet der Internationale Safer Internet Day, statt. „Er weist zum einen auf die möglichen Gefahren der digitalen Welt hin und will zum anderen dazu beitragen, dass das Internet zu einem sicheren, verantwortungsvollen und positiven Ort für Kinder und Jugendliche wird“, erklärt Reiner.

Dem heurigen Motto: „Together for a better internet“ fühlt sich auch die Jugendberatung Young+Direct verpflichtet. Seit vielen Jahren bietet sie spezifische Workshops und Referate für Kinder, Jugendliche und mittlerweile auch Eltern an („medienfitte Eltern“).

Besonders im Workshop „Ich und mein Smartphone im Web“ haben die Jugendlichen die Gelegenheit, sich mit den Chancen und Gefahren des Mediums Internet auseinanderzusetzen.

Sensibilisierungsarbeit wichtig

In den Workshops ist zu beobachten, dass viele Jugendliche sich schon sehr kompetent im Netz bewegen. „Aber es ist immer wieder auch erschreckend für mich, zu erfahren, wie viele Schüler bereits negative Erfahrungen in sozialen Netzwerken oder mit Chat-Apps gemacht haben“, meint Reiner. Das zeige, wie wichtig die Sensibilisierungsarbeit und kinder- und jugendgerechte Informationen nach wie vor sind.

Tanja Rainer, die Vorsitzende des Südtiroler Jugendrings, betont in diesem Zusammenhang auch, wie wichtig hier eine enge Zusammenarbeit von Schulen, öffentlichen Behörden, dem Elternhaus und den außerschulischen Trägern ist. „Jeder sollte sich dessen bewusst sein, um in Zukunft Synergien noch besser nutzen zu können“, meint Rainer abschließend.

stol