Samstag, 20. Februar 2021

Südafrikanische Coronavirus-Variante: Neue Verordnung unterzeichnet

Ab sofort gilt eine neue Verordnung, die am Samstagnachmittag veröffentlicht wurde. Sie regelt vor allem die Vorsichtsmaßnahmen in den weiteren Gebieten mit südafrikanischer Coronavirus-Variante.

In Meran, Riffian, Moos in Passeier und St. Pankraz wurden bereits eigene Teststationen errichtet.
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In Meran, Riffian, Moos in Passeier und St. Pankraz wurden bereits eigene Teststationen errichtet. - Foto: © Shutterstock
Am späten Samstagnachmittag hat Landeshauptmann Arno Kompatscher eine neue Verordnung (Dringlichkeitsmaßnahme Nr. 9) unterzeichnet. Sie ist bereits in Kraft und weitet in erster Linie die Vorsichtsmaßnahmen der bereits für die 4 bisher von der südafrikanischen Coronavirus-Variante betroffenen Gemeinden auf die neuen Gebiete aus. Am Samstag wurden nämlich 6 weitere Fälle der hochansteckenden südafrikanischen Mutation in Südtirol festgestellt.

Die neuen Maßnahmen gelten demnach nun nicht nur in den bisherigen Gemeinden Meran, St. Pankraz, Riffian und Moos in Passeier, sondern darüber hinaus auch für Mals, Lana und alle weiteren Gemeinden im Passeiertal, sprich St. Martin in Passeier, Kuens und St. Leonhard in Passeier.

Während man in Meran, St. Pankraz, Riffian und Moos in Passeier bereits ab Montag ein negatives Testergebnis braucht, um die Gemeinde zu verlassen, gilt diese Voraussetzung für Mals, Lana und alle weiteren Gemeinden im Passeiertal erst ab Mittwoch.

Die Schulen bleiben in den betroffenen Gemeinden im Fernunterricht. Auch die Dienste an der Person mit Ausnahme der Wäschereien und Bestattungsdienste sind ausgesetzt. Das bedeutet, dass Friseur- und Schönheitssalons geschlossen bleiben.

Die Maßnahmen in den betroffenen Gemeinden gelten vorerst bis zum 7. März.

Die Verordnung:



Im Zuge der Ausweitung des Gebietes mit verschärften Regeln für Gemeinden mit nachgewiesener Südafrika-Variante hat die Landesregierung entschieden, eine Vereinfachung für die Zuliefertätigkeit in Kraft zu setzen. So gilt eine Befreiung von der Testpflicht für Zulieferungen, bei denen es zu keinem zwischenmenschlichen Kontakt kommt.

Zudem werden auch die Möglichkeiten für das produzierende Gewerbe erweitert und zwar auf Grundlage der ergänzten Sicherheitsprotokolle sowie der zusätzlichen Tests, die in den Unternehmen vorgenommen werden.

Zugang zum Notdienst im Bildungsbereich erweitert

Zudem enthält die Verordnung weitere kleinere Ergänzungen. So erweitert sie den Zugang zum Not- und Basisdienst im Bildungsbereich und in der Kleinkindbetreuung um eine zusätzliche Personengruppe. Demnach können auch Kinder jenes Lehr- und pädagogischen Personals, das derzeit vollzeitig im Fernunterricht tätig ist und über keine andere Betreuungsalternative verfügt, diese Dienste in Anspruch nehmen.

Unter strengen Sicherheitsauflagen und Voraussetzungen dürfen außerdem ab 22. Februar Zwei- und Dreisprachigkeitsprüfungen für den Zugang zum öffentlichen Dienst sowie weitere Auswahlprüfungen öffentlicher Verwaltungen in Präsenz stattfinden.

Informationen zu Testmöglichkeiten in den Gemeinden mit Südafrika-Variante

Informationen zu den neu eingerichteten Teststationen in Meran, Riffian, Moos in Passeier und St. Pankraz gibt es auf der Internetseite des Südtiroler Sanitätsbetriebs. Sobald neue Teststationen in den zusätzlich betroffenen Gemeinden eingerichtet sind, wird der Sanitätsbetrieb darüber informieren.

Immunologe Prof. Bernd Gänsbacher erklärt im Videointerview, wie sich die Corona-Lage in Südtirol durch die Mutationen verändert und welche Auswirkungen diese auf die Impfung haben:

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stol/lpa