Montag, 14. August 2017

Südasien: Starker Monsunregen fordert zahlreiche Tote

Nach Überschwemmungen und Erdrutschen sind in Nepal und Indien mindestens 111 Menschen ums Leben gekommen.

Die Monsunzeit in Südasien fordert jedes Jahr zahlreiche Todesopfer.
Die Monsunzeit in Südasien fordert jedes Jahr zahlreiche Todesopfer. - Foto: © APA/AFP

Wie die Behörden am Sonntag mitteilten, könnte die Zahl der Toten noch ansteigen, da die Rettungskräfte in den Erdmassen noch nach Verschütteten suchten.

In Nepal ist der Zahl der Todesopfer auf 66 gestiegen, in Indien barg die Armee nach einem Erdrutsch 46 Leichen aus 2 Bussen. Die Grenzregion zwischen beiden Ländern ist derzeit von starkem Monsunregen betroffen.

Wasserpegel noch immer nicht zurückgegangen

„Die Rettungsarbeiten sind angelaufen, doch die Wasserpegel sind noch nicht zurückgegangen“, teilte das nepalesische Katastrophenschutzzentrum mit. Überschwemmungen hatten tausende Menschen zur Flucht in höher gelegene Gebiete gezwungen.

In Indien kamen mindestens 46 Menschen durch eine Schlammlawine ums Leben. Sie riss im Bundesstaat Himachal Pradesh im gebirgigen Norden des Landes 2 Busse in eine Schlucht. Die Suchaktion dauerte nach Angaben der Armee noch an.

Die Lawine zerstörte einen ganzen Straßenabschnitt, die voll besetzten Busse hatten dort für eine Pause angehalten. Der Vorfall ereignete sich nach Tagen starken Dauerregens, der die Erdmassen aufgelockert hatte. 

5 Millionen Menschen in Indien von Überschwemmungen betroffen

Die Monsunzeit dauert in der Regel von Ende Juni bis Ende August. In diesem Jahr starben dabei in Nepal mehr als 100 Menschen. Im Norden Bangladeschs starben am Wochenende mindestens 21 Menschen bei Überschwemmungen, wie ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde des Landes am Montag mitteilte. 

Die Wetterbehörde des Landes kündigte weitere starke Regenfälle an. 

Rund 5 Millionen Menschen waren in dem 1,3 Milliarden-Einwohner-Land Indien von Überschwemmungen betroffen.

apa/afp/dpa

stol