Mittwoch, 08. April 2015

Südkorea schätzt Bergung der „Sewol“ auf über 100 Millionen Euro

Südkoreas Regierung schätzt die Kosten für eine Bergung der vor einem Jahr gesunkenen Fähre „Sewol“ auf etwa 120 Milliarden Won (101 Millionen Euro).

Die gesunkene Fähre "Sewol" - Archivbild
Die gesunkene Fähre "Sewol" - Archivbild - Foto: © APA/EPA

Die Schätzung könne sich jedoch rasch ändern, wenn klar werde, ob die Bergung technisch machbar sei, teilte das Ministerium für Ozeane und Fischerei am Mittwoch mit.

Die öffentliche Meinung solle bei der Frage nach der Bergung eine große Rolle spielen, wurde Minister Yoo Ki June von der nationalen Nachrichtenagentur Yonhap zitiert.

Bei dem Fährunglück am 16. April 2014 vor der Küste des Landes kamen etwa 300 Menschen ums Leben. Neun der ursprünglich 476 Insassen gelten als vermisst.

Die meisten Opfer waren Jugendliche auf einem Ausflug. Präsidentin Park Geun Hye hatte erst kürzlich gesagt, eine Bergung des Schiffes doch zu erwägen.

Zahlreiche Opferfamilien hatten die Regierung dafür kritisiert, ihr ursprüngliches Versprechen nicht gehalten zu haben.

Die Regierung hat nach eigenen Angaben seit dem Unglück rund 185 Milliarden Won ausgegeben, unter anderem für die Bergungsarbeiten am Wrack und erste finanzielle Hilfen für die betroffenen Familien. Weitere 140 Milliarden Won sind für Entschädigungszahlungen eingeplant.

dpa

stol