Donnerstag, 08. April 2021

Südtirol: 2,9 Millionen schadhafte Masken müssen beschlagnahmt werden

Die Agentur für Bevölkerungsschutz hat am Mittwochabend Alarm geschlagen: Aufgrund grober Qualitätsmängel müssen rund 3 Millionen FFP2- und FFP3-Masken, die Südtirol vom italienischen Zivilschutz erhalten hat, beschlagnahmt werden.

1,4 Millionen in Südtirol verteilte schadhafte FFP2- und FFP3-Masken aus China müssen umgehend zurückgeschickt werden (Symbolbild).
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1,4 Millionen in Südtirol verteilte schadhafte FFP2- und FFP3-Masken aus China müssen umgehend zurückgeschickt werden (Symbolbild). - Foto: © BARBARA GINDL
Ausgehend von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft am Landesgericht Görz werden in ganz Italien Schutzmasken aus China, die vom italienischen Zivilschutz verteilt wurden, aufgrund von Qualitätsmängeln wieder eingezogen.

Wie italienische Medien berichten, hatte die Finanzpolizei von Görz auf Anweisung der Staatsanwaltschaft bereits vor einer Woche rund 62 Millionen FFP2- und FFP3-Masken in Görz beschlagnahmt.

Insgesamt soll es sich um 250 Millionen in ganz Italien verteilte Masken handeln, die nicht den Qualitätsstandards entsprechen und bis zu 10 Mal weniger filtern als gesetzlich vor- und auf der Verpackung angegeben.

Wie Landesrat Arnold Schuler bestätigt, hatte auch Südtirol einen Teil der Lieferung erhalten, insgesamt 2,9 Millionen Masken der Schutzstufe FFP2 und FFP3.

Während 1,5 Millionen der schadhaften Masken das Lager noch nicht verlassen haben, wurden bereits 1,4 Millionen Masken von der Agentur für Bevölkerungsschutz an diverse Empfänger verteilt.

Dazu gehören unter anderem die Bezirksgemeinschaften, der Südtiroler Sanitätsbetrieb, die Sozialdienste, die Bergrettungen, das Weiße Kreuz, der Landesfeuerwehrverband, Teile des Heeres, der Finanzwache und der Ortspolizei sowie auch an freiwillige Organisationen wie die Caritas, das Haus der Solidarität, Volontarius und La Strada-Der Weg.

Sie alle wurden nun am gestrigen Mittwoch aufgerufen, die Verwendung und Verteilung der Masken zu stoppen und die schadhafte Ware zu sammeln.

Die Landesagentur für Bevölkerungsschutz hat weitere 1,2 Millionen zertifizierte Schutzmasken vorrätig, die in erster Linie an den Sanitätsbetrieb und die anderen Empfänger ausgeliefert werden können, damit es zu keinen Versorgungsengpässen kommt. Weitere Lieferungen aus Rom wurden bereits für die nächsten Wochen in Aussicht gestellt.

liz