Mittwoch, 27. November 2019

Babyklappen für Südtirol

Der Landtag hat sich am Mittwoch für die Einführung der sogenannten Babyklappen an Südtirols Krankenhäusern ausgesprochen. Dort könnten Mütter in Extremsituationen in Zukunft ihre ungewollten Babys anonym abgeben.

Die Babyklappen können eine lebensrettende Maßnahme für ungewollte Kinder sein.
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Die Babyklappen können eine lebensrettende Maßnahme für ungewollte Kinder sein. - Foto: © shutterstock
„Werdende Mütter können mit psychischen Extremsituationen konfrontiert werden, die das Kindswohl gefährden“, erklärte Ulli Mair (Freiheitliche), die den Antrag einbrachte.

„Frauen sehen sich oft außerstande die Mutterschaft zu übernehmen und geraten in Konfliktsituationen. Zwar können Neugeborene in Südtirol unmittelbar nach einer anonymen Geburt zur Adoption freigegeben werden, dennoch kann es vorkommen, dass Schwangerschaften verschwiegen werden und die Geburt ohne Beistand durchgeführt wird.“

Mit der Babyklappen soll eine anonyme Möglichkeit geschaffen werden, um das Aussetzen von Neugeborenen oder deren Tötung zu vermeiden. Im Zweifelsfall kann die Babyklappe eine lebensrettende Maßnahme sein.

Die Babyklappen sollen als eine zusätzliche Alternative zur Schwangerschaftskonfliktberatung angesehen werden.

Erst im September hatte eine Erntehelferin ihr Baby kurz nach der Geburt getötet.




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