Ende des Jahres läuft der Dienstvertrag mit dem italienischen Eisenbahnbetreiber Trenitalia aus. Um das Bahnangebot weiter zu garantieren, hat die Landesregierung am Dienstag beschlossen, den Vertrag mit Trenitalia bis 2024 zu verlängern - mit einer Übergangsregelung im nächsten Jahr. Im neuen Vertrag vorgesehen ist, dass Trenitalia weiterhin etwas mehr als die Hälfte des lokalen Zugverkehrs abwickelt. "Das sind jährlich rund 2,7 Millionen Kilometer", so der Landesrat.Mussner zufrieden: "Südtirol spart"Mussner verknüpft mit dem neuen Vertrag gleich zwei gute Nachrichten. Die erste: Zwar muss laut dem Landesrat Trenitalia die selben Standards in Sachen Qualität und Angebot erfüllen, trotzdem spare das Land aber jährlich nicht weniger als 1,7 Millionen Euro. "Wir haben alle Kostenpunkte mit Trenitalia auf der Grundlage eines Standardkostenmodells verhandelt und die Kosten drücken können", so der Landesrat. De facto wird der Vertrag mit Trenitalia demnach rund 36 Millionen Euro jährlich kosten, jeder gefahren Zugkilometer ab 2015 also nur noch 12,9 anstatt der bisherigen 13,5 Euro.Beiträge für Ankauf neuer ZügeIn diesen Kosten beinhaltet seien bereits Beiträge, die das Land für den Ankauf neuer Züge durch den Bahnbetreiber gewährt. "Wir verpflichten Trenitalia, sieben neue Flirt-Züge für den Bahnverkehr in Südtirol anzukaufen und diese bis spätestens Juni 2017 auf die Schiene zu stellen", erklärt Mussner.Ab diesem Zeitpunkt soll also der gesamte lokale Bahnverkehr (inklusive der grenzüberschreitenden Verbindungen) mit modernen Flirt-Zügen abgewickelt werden. "Das ist ein Qualitäts- und Komfortsprung für die Nutzer, zudem steigt auch die Kapazität", so der Landesrat. Zudem werde durch die Vereinheitlichung des Rollmaterials mehr Homogenität gewährleistet, was wiederum die Kosten senke.