Dienstag, 09. März 2021

Lockdown wird wohl verlängert

Der Lockdown in Südtirol wird wohl verlängert – vorerst voraussichtlich bis einschließlich 21. März. Eine Verordnung dazu soll im Laufe der Woche veröffentlicht werden.

Der Lockdown geht voraussichtlich in die Verlängerung. - Foto: © shutterstock
Am Dienstagvormittag hat die Südtiroler Landesregierung über eine Verlängerung des Lockdowns beraten. Bei der virtuellen Pressekonferenz um die Mittagszeit erklärte Kompatscher schließlich: Die derzeitige, bis zum 14. März geltende Regelung, werde wohl vorerst mindestens für eine Woche beibehalten. Mit der Ausarbeitung einer neuen Verordnung wolle man jedoch noch abwarten.

Die Zahl der Neuinfektionen sei zwar rückläufig, die Positivitätsrate niedrig und die 7-Tages-Inzidenz stark gesunken, aber die Lage auf den Intensivstationen sei kritisch, so Kompatscher. Zuletzt habe es eine leichte Zunahme an Intensivpatienten gegeben. Dies hänge laut dem Landeshauptmann unter anderem wohl auch mit den neuen Corona-Varianten zusammen.

Einen Artikel zu den dramatischen Entwicklungen auf den Intensivstationen und immer mehr jüngeren Patienten, die betroffen sind, lesen Sie auf s+.

Neue Verordnung Donnerstag oder Freitag

Die derzeitige Verordnung gelte zwar nur bis zum 15. März, aber „es wäre in dieser Situation falsch, wenn wir jetzt sagen, wir können dann wieder sofort alles öffnen“, so Kompatscher. Es sei nicht die Zeit „der großen Öffnungen“.

Daher solle der derzeitige Lockdown für vorerst eine Woche – also voraussichtlich bis einschließlich 21. März – beibehalten werden. Die Verordnung dazu soll in den kommenden Tagen ausgearbeitet werden und „Donnerstag oder Freitag“ unterzeichnet werden, blickte der Landeshauptmann voraus. Man wolle den Situationsbericht aus Rom abwarten, bis man eine endgültige Entscheidung treffe, hieß es. Man wolle dabei auch beobachten, wie es auf gesamtstaatlicher Ebene weitergeht, verschiedene Ideen stehen im Raum.

Ebenfalls noch ungewiss ist, wie es mit den Mittel- und Oberschulen weitergeht.

Auch über die weiteren Maßnahmen in jenen Gemeinden, wo südafrikanische Mutationen aufgetreten sind, soll in den nächsten Tagen entschieden werden. Erst am Dienstag wurden mehrere neue Fälle der südafrikanischen Variante gemeldet.

Derzeit gelten 15 Gemeinden als Sperrzonen.

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