Dienstag, 20. März 2018

Südtirol, der Lenz ist da

Am heutigen Dienstag ist kalendarischer oder astronomischer Frühlingsbeginn. Passend dazu zeigt sich Südtirol endlich wieder in strahlendem Sonnenschein. Frühlingshaft warm ist es allerdings nicht überall im Land.

Am heutigen Dienstag ist meteorologischer oder kalendarischer Frühlingsbeginn.
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Am heutigen Dienstag ist meteorologischer oder kalendarischer Frühlingsbeginn.

Landesmeteorologe Dieter Peterlin begrüßt den kalendarischen Frühling und freut sich über ein selten gewordenes Wetterphänomen in Südtirol am heutigen Dienstag: Sonnenschein.

Trotz Sonne bleiben die Temperaturen unter den Erwartungen zurück. Der Frühling begann in Sulden bei -11 Grad, in Pfelders und Rein in Taufers mit -10 Grad. Knapp über 0 Grad geblieben sind nur Meran und das Bozner Unterland, so Peterlin.

Die Höchstwerte reichen am Dienstag von 1 Grad in Sterzing bis 13 Grad in Bozen. Es gibt also noch viel Luft nach oben. 

Auch am morgigen Mittwoch bringt anhaltender Nordwind zwar trockene, aber für die Jahreszeit zu kalte Luftmassen in den Alpenraum. Der Mittwoch verläuft überwiegend sonnig, zeitweise ziehen einige Wolken durch. Es bleibt windig. Nach einem vielerorts frostigen Beginn steigen die Temperaturen tagsüber auf nur 0 Grad bis 11 Grad.

Wie wird der Termin für den kalendarischen Frühlingsbeginn festgelegt?

Trotz allem, am heutigen Dienstag ist nun mal offiziell Frühlingsbeginn. Festgelegt wird der Termin nach der Position der Erde zur Sonne. Der Frühling beginnt, wenn die Sonne senkrecht über dem Äquator steht. Sie geht an diesem Tag genau im Osten auf, steht mittags im Süden und geht exakt im Westen unter.

Tag und Nacht gleich lang

Äquinoktium nennen das Astronomen, denn zum Frühlingsanfang sind Tag und Nacht gleich lang. Je nachdem, wann genau diese Tag-Nacht-Gleiche ist, weicht das Datum des Frühlingsanfangs ab. Dass dieser auf den 21. März fällt, war zuletzt 2011 der Fall.

Meteorologischer Frühlingsanfang war bereits am 1. März, wie jedes Jahr. Grund dafür ist, dass die Wetterexperten wegen der besseren Vergleichbarkeit von Klimadaten, Jahreszeiten in vollen Monaten rechnen. Deshalb endet der Winter für sie mit Ende Februar, der Frühling umfasst März, April und Mai.

Glückshormon wird verstärkt ausgeschüttet

Im Frühjahr wird es in der Natur wieder grün, die Tage werden länger und die Blumen blühen in bunten Farben. Die Menschen halten sich vermehrt im Freien auf und genießen das zunehmend gute Wetter. Das sogenannte Glückshormon Serotonin wird verstärkt ausgeschüttet, welches generell für gute Laune sorgt.

Allgemein wird vom Erwachen der Frühlingsgefühle gesprochen, die oft auch mit einer neuen Verliebtheit einhergehen. Den positiven Frühlingsgefühlen gegenüber steht die Frühjahrsmüdigkeit, die den langsamen Abbau des Schlafhormons Melatonin zum Grund hat. Dieses ist durch die dunklen Wintermonate noch stark vorhanden.

Müdigkeit vergeht schnell

Auch die Temperaturunterschiede sowie der zunehmende Vitaminbedarf des Körpers im Frühjahr sorgen oft für ein Gefühl der Kraftlosigkeit, das in den Wochen nach dem meteorologischen Frühlingsanfang meist jedoch schnell vergeht. 

stol/vs

stol