Polizisten hatten zuletzt auf Südtirols Skipisten verstärkt ausländische Urlauber und Skilehrer überprüft. Werden Ausländer von einem Skilehrer aus ihrem Heimatland unterrichtet, muss dieser in Südtirol gemeldet sein. Die Anmeldung ist nur möglich, wenn die Ausbildung des Skilehrers den hohen Standards in Italien entspricht. Sonst drohen Geldbußen und Strafanzeigen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-69066868_quote" /><BR /><BR />Luis Walcher unterstützt die Position der Berufskammer der Skilehrer und des Verbandes der Skischulen. „Unser Anliegen wird es weiterhin sein, auf die Qualität der Skilehrer und damit auf die Sicherheit auf unseren Skipisten zu achten.“<BR /><BR />Mit 90 (!) Ausbildungstagen sei das Berufsbild des Skilehrers in Italien umfangreicher geregelt als in vielen EU-Staaten. Diese hohe Qualität müsse in Südtirol beibehalten werden.<h3> Polizeikontrollen haben zu Unmut geführt</h3>Gleichzeitig ist sich der Tourismus-Landesrat aber der heiklen Lage bewusst. Denn Reiseveranstalter vor allem aus osteuropäischen Staaten sind auf Skilehrer angewiesen, die den Unterricht in der Muttersprache gewährleisten können. Es mangelt jedoch an Skilehrern slawischer Sprachen bzw. diese können oft die hohen italienischen Standards nicht erfüllen. Sämtliche Versuche einer einvernehmlichen Regelung sind bisher gescheitert und die Polizeikontrollen gegen ausländische Gäste haben zu viel Unmut geführt ( <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/skilehrer-darum-liegen-suedtirols-skischulen-und-skigebiete-im-clinch" target="_blank" class="external-link-new-window" title="Clinch">wir haben berichtet</a>).<BR /><BR />Die Reiseveranstalter hingegen verstehen die Skiwelt nicht mehr. Marek Kedzior, Chef eines führenden Anbieters aus Polen hat sich nach Rücksprache mit Kollegen aus Slowenien und Kroatien in einem Offenen Brief an die Kronplatz AG gewendet: <BR /><BR /> „Unsere Skilehrer verfügen über in Polen ausgestellte Qualifikationen, die den in der EU geltenden Vorschriften entsprechen. Wir betonen, dass wir keine Kunden in Südtirol anwerben, sondern nur unsere polnischen Kunden begleiten, die wir zuvor in Polen angeworben und die für diese Dienstleistung in Polen bezahlt haben.“<h3> Reiseveranstalter: „Unangenehme“ Kontrollen</h3>Weiter heißt es in dem Brief: „Wir haben nicht die Möglichkeit, uns Südtiroler Skischulen anzuschließen. Diese sind nicht an einer Zusammenarbeit interessiert, sie verfügen nicht über genügend Lehrer und zudem sind unsere Kunden nicht in der Lage, für den Skiunterricht ihrer Kinder doppelt zu bezahlen.“<BR /><BR />Für die Reiseveranstalter sind die derzeitigen Kontrollen „sehr unangenehm“. Zugleich betonen sie, dass sie die jahrelange sehr gute Zusammenarbeit mit dem Kronplatz fortsetzen möchten. „Wir ersuchen jedoch für die kommende Saison dringend um Vorschläge für eine für alle Beteiligten vorteilhafte und legale Regelung.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1143171_image" /></div> <BR />Landesrat Walcher muss sich beeilen, denn Vereinbarungen für die nächste Wintersaison werden bereits in den kommenden Wochen geschnürt.