Freitag, 18. Juni 2021

Südtirol erstmals grün

Das European Centre for Disease Control and Prevention (ECDC) hat am Freitag Südtirol erstmals zur grünen Zone erklärt. Das heißt, das Infektionsrisiko in Südtirol wird als sehr gering eingeschätzt. Der Hoteliers- und Gastwirteverband zeigt sich erfreut. Aus touristischer Sicht sei diese Einstufung sehr wertvoll.

Südtirol leuchtet erstmals grün.
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Südtirol leuchtet erstmals grün. - Foto: © ECDC
Auch alle übrigen Regionen Italiens außer die Basilikata, Kampanien, Kalabrien und Sizilien, die gelbe Zonen sind, leuchten jetzt grün.

Als „grün“ eingestuft werden jene Zonen, in denen das Infektionsrisiko gering ist. Das heißt dass entweder 1. die Positivitätsrate 2 Wochen unter 4 Prozent und die 14-Tage-Inzidenz weniger als 50 beträgt oder 2. die Positivitätsrate unter einem Prozent und die 14- Tages-Inzidenz unter 75 liegt.



Die Berechnungen des ECDC beziehen sich immer auf den Zeitraum von 2 Wochen.

Während die Inzidenzwerte üblicherweise eine Woche umfassen geht das „European Centre for Disease Prevention and Control“ (ECDC) mit der 14-Tages-Inzidenz einen eigenen Weg.

HGV erfreut

„Aus touristischer Sicht ist diese Einstufung sehr wertvoll. Deshalb danke ich all jenen, welche in den letzten Wochen und Monaten zu den ständig gesunkenen Infektionszahlen beigetragen haben“, sagt Manfred Pinzger, Präsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes (HGV).

Die EU will mit ihrem Einstufungssystem den Mitgliedsstaaten eine Hilfestellung geben, um innerhalb der EU eine koordinierte Vorgehensweise bei der Beschränkung der Freizügigkeit aufgrund der Corona-Pandemie zu erzielen. Die grüne Einstufung hat jedoch keine Auswirkung auf die Einreisebestimmung, verweist der HGV in seiner Presseaussendung.

Die Einreisebestimmungen werden weiterhin von den einzelnen Mitgliedsstaaten erlassen. Somit ändert die Neueinstufung Südtirols durch die EU an den derzeit gültigen Einreisebestimmungen nichts.

Ab Montag, 21. Juni, wird Südtirol zudem innerhalb Italiens als weiße Zone eingestuft, eine neue Landesverordnung bringt ab Montag auch weitere Lockerung. Diese Einstufung hat ebenso keine Auswirkungen auf die für Italien geltenden Einreisebestimmungen.

Trotz dieser beiden erfreulichen Einstufungen ruft der HGV die Gastwirtinnen und Gastwirte sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf, die geltenden Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus weiterhin sehr konsequent einzuhalten. „Auch wenn ganz Italien und auch Südtirol Schritt für Schritt zur gewohnten Normalität zurückkehren werden, muss jederzeit klar sein, dass das Coronavirus nicht verschwunden ist. Deshalb sollen die verschiedenen Impfangebote wahrgenommen, die Möglichkeiten der kostenlosen Nasenflügeltests genutzt und die gültigen AHA-Regeln weiterhin eingehalten werden“, betont HGV-Direktor Thomas Gruber abschließend in der Presseaussendung.

stol