Montag, 08. Juli 2019

Südtirol: Fast 5 Unfälle täglich

Im Jahr 2018 ist es in Südtirol zu 1710 Verkehrsunfällen mit Verletzten oder Toten gekommen, das sind durchschnittlich fast 5 Unfälle am Tag. Insgesamt verloren 33 Personen ihr Leben, 2220 wurden verletzt. Das gibt das Landesinstitut für Statistik (Astat) bekannt.

In Südtirol ist es im Vorjahr zu fast 5 Unfällen am Tag gekommen.
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In Südtirol ist es im Vorjahr zu fast 5 Unfällen am Tag gekommen. - Foto: © shutterstock

Fast die Hälfte aller Unfälle, nämlich 48,9 Prozent, ereigneten sich im Ortsbereich, im Vorjahr waren das 836 Unfälle. Dabei wurden 958 Personen verletzt und 4 Personen getötet. Auf den Straßen im Ortsbereich war die Unfallschwere geringer. Das könnte insbesondere auf die niedrigere Fahrgeschwindigkeit von 30 bis 50 Stundenkilometer zurückzuführen sein, so die Experten des Astat.

Auf den Landes- und Staatsstraßen hingegen geschahen 724 Unfälle (42,3 Prozent aller Unfälle) mit 1025 Verletzten und 23 Toten. Hier liegt das Risiko für einen tödlichen Unfall höher als im Ortsbereich.

Seltener kam es auf den Gemeindestraßen außerhalb der Ortschaften und auf der Autobahn zu Unfällen (80 bzw. 55 Unfälle), auch deshalb, weil das diesbezügliche Straßennetz wesentlich kleiner ist. Auf Gemeindestraßen wurden 107 Menschen verletzt, auf Autobahnen 106. 4 Menschen verloren ihr Leben auf einer Gemeindestraße und einer auf der Autobahn.

Insgesamt war das Risiko bei einem Verkehrsunfall zu sterben im Vorjahr etwa gleich hoch wie im Vergleichsjahr 2017.

Radfahrer häufiger bei Unfällen beteiligt

Im Jahr 2018 wurden bei Verkehrsunfällen 213 Fußgänger verletzt und 7 getötet. Der Großteil der verunglückten Fußgänger (40,5 Prozent) waren Senioren im Alter von 65 oder mehr Jahren. 20,5 Prozent waren Jugendliche unter 18 Jahre. 

348 Personen verunglückten mit einem Fahrrad, 7 davon starben. Mit einem Motorrad oder Moped verunglückten 498, 10 davon verloren ihr Leben. Mit dem Pkw waren 1020 Verunfallte unterwegs, 8 starben.

Seit dem Jahr 2000 ist die Zahl der Verunglückten mit Pkw deutlich zurückgegangen. Bei Fußgängern und vor allem bei Radfahrern wird hingegen ein Anstieg der Unfallteilnehmer beobachtet. Bei den Motorradfahrern ist kein eindeutiger Trend festzustellen.

 

Großteil der eingezogenen Führerscheine von Männern

Im Jahr 2018 wurden 548 Führerscheine wegen Trunkenheit am Steuer eingezogen.

2008 waren es noch 1160 eingezogene Führerscheine. Damals wurde die Straßenverkehrsordnung verschärft und sogar die Beschlagnahmung des Fahrzeuges bei einigen Vergehen vorgesehen.

Weiters schreibt das Gesetz einen Blutalkoholgehalt von 0,0 g/l für einige Kategorien von Fahrzeuglenkern vor, zum Beispiel für junge Fahrer unter 21 Jahren beziehungsweise in den ersten 3 Jahren nach Erhalt des Führerscheins, Fahrer, die berufsmäßig Personen oder Güter befördern und Lenker von Lastfahrzeugen mit einer Maximallast von über 3,5 Tonnen.

Von allen wegen Trunkenheit eingezogenen Führerscheinen wurden 497 Männern (90,7 Prozent) abgenommen und 51 Frauen (9,3 Prozent). 

Wegen Fahrens unter Einfluss von Drogen wurden im Vorjahr 32 Führerscheine eingezogen. Alle gehörten Männern. In den meisten Fällen handelt es sich hier um Cannabinoide und Kokain. 

stol

stol