Montag, 15. Januar 2018

Südtirol ist auf den Hund gekommen

Südtirol kommt immer mehr auf den Hund – besonders auf den kleinen. Zwischen 2010 und Ende 2017 haben die Schoßhündchen um stattliche 75,3 Prozent auf 3571 Tiere zugenommen.

Groß oder klein: Welche Hunderassen bevorzugen Sie?
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Groß oder klein: Welche Hunderassen bevorzugen Sie? - Foto: © shutterstock

 „Man darf dabei aber nicht meinen, kleine Hunde bräuchten weniger Platz und weniger Bewegung“, sagt Dr. Giovanni Lorenzi, verantwortlicher Tierarzt im Tierheim Sill.

Insgesamt werden in Südtirol rund 40.000 Hunde gezählt – 58,6 Prozent Rassehunde und 41,4 Prozent Mischlinge. Das sind rund 5000 Hunde mehr als  2010. Diese Rechnung hat Giulia Morosetti, Biologin des Tierärztlichen Dienstes im Sanitätsbetrieb, angestellt.

Schäferhunde weiterhin am stärksten vertreten

Mit 5236 Tieren der rund 40.000 Hunde machen immer noch die Schäfer- und Hütehunde die stärkste Rassen-Gruppe aus. „Allerdings hat der Deutsche Schäfer, der auch bei uns sehr beheimatet war, stark abgenommen. Seit 2004 um mehr als ein Drittel“, sagt Dr. Lorenzi.

Unter den Lieblingen der Hundehalter ganz groß sind dagegen die Kleinsten – die Schoßhunde. „Sie werden oft in Taschen getragen, im Arm gehalten oder im Einkaufswagen gefahren. Das ist falsch. Sie brauchen Bewegung wie die anderen Hunde, oft sogar noch mehr“, sagt Dr. Lorenzi. Zahlenmäßig stark zugelegt haben auch die Terrier – und dieser Umstand bereitet Dr. Lorenzi Sorge.

Und das tut auch ein weiteres Phänomen, und zwar Hunderte Mischlingshunde, die von Süditalien von Vereinen nach Südtirol gebracht werden. „Diese Hunde sind nicht sozialisiert. Das heißt, sie sind nicht an Menschen gewöhnt und hauen bei der ersten Gelegenheit ab. Wir riskieren hier die Verwilderung von Hunden wie im Süden“, warnt er.

D/lu

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

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stol