Mittwoch, 27. März 2019

Südtirol: Mehr als 13 Tonnen Fleisch beschlagnahmt

Schon Mitte März wurden in 3 Südtiroler Betrieben mehr als 6 Tonnen Fleisch beschlagnahmt, jetzt hat die Sondereinheit der Carabinieri, die für die Lebensmittelsicherheit zuständig ist, erneut zugeschlagen.

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Foto: © APA/AFP

Nachdem Mitte März mehr als 6 Tonnen Wurst und Speck beschlagnahmt wurden (STOL hat berichtet), ist die Carabinieri-Sondereinheit gemeinsam mit ihren Südtiroler Kollegen sowie Mitarbeitern des Hygieneamts Meran erneut tätig geworden: Sie beschlagnahmten mehr als 13 Tonnen Fleischwaren mit einem Marktwert von rund 170.000 Euro sowie über 1 Million Etiketten.

Beschlagnahmt wurden diesmal unter anderem 5040 Packungen Selchkarree mit einem Gesamtgewicht von 540 Kilogramm sowie mehr als 180.000 Etiketten. Auf den Etiketten prangte zwar das Trikolore der Marke „Made in Italy“, die Ware soll jedoch in Österreich hergestellt worden sein. Anhand der Etiketten sollte dem Käufer eine falsche Herkunft vorgegaukelt werden.

Bei mehr als 4 Tonnen verarbeitetem Fleisch, das zur Herstellung von Würsten verwendet wird, konnte die Herkunft nicht rückverfolgt werden, weshalb auch diese beschlagnahmt wurden.

8,6 Tonnen Speck und Selchkarree beschlagnahmt

Ebenfalls vom Markt gezogen wurden 60.000 Packungen Bauchspeck und Selchkarree, mit einem Gesamtgewicht von mehr als 8,6 Tonnen. Auch hier wurden mehr als 1,5 Millionen Etiketten beschlagnahmt, die, so schreiben die Carabinieri, fälschlicherweise angaben, dass es sich um Produkte der geschützten Marke „Südtiroler Speck g.g.A.“ handelte.

Zwei Firmenchefs müssen sich nun wegen des Verkaufs von Ware unter falschem Gütesiegel verantworten, insgesamt wurden Verwaltungsstrafen in der Höhe von 29.500 Euro verhängt.

stol

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