Seit 2008 gibt es für in der Nähe der Staatsgrenze wohnhafte Südtiroler einen Landesbeitrag für eine Preisreduzierung bei Benzin und Diesel. Je nach Zone (eins oder zwei) bekommt man 95 oder 70 Prozent der Differenz zum günstigen Sprit hinter der Grenze zurück. <BR /><BR />Der Freie Abgeordnete Andreas Leiter Reber wollte nun über eine Anfrage wissen, in welchem Ausmaß das in den vergangenen Jahren genutzt wurde. Laut den Daten des zuständigen Landesrates Marco Galateo gab es in den vergangenen fünf Jahren die größte Nachfrage 2021.<BR /><BR /> Knapp neun Millionen Liter Treibstoff wurden ermäßigt getankt, Kosten für das Land: 2,4 Millionen. Der durchschnittliche Preisunterschied zu grenznahen Tankstellen etwa in Österreich betrug damals für den Liter Benzin 0,375 bzw. für Diesel 0,31 Euro. <h3> Weniger im Folgejahr genutzt</h3>Weniger wurde das Angebot im Folgejahr genutzt: drei Millionen Liter, Kosten 600.000, Preisunterschied 0,129 bzw. 0,089 Euro zu Österreich. <BR /><BR />Für Leiter Reber ist das gerade angesichts der aktuellen Debatte allerdings eine ungerechte Unterstützung: „Dass die Bürger in den Grenzgemeinden den Rabatt in Anspruch nehmen, ist verständlich. Alle anderen Südtiroler hätten den bestimmt auch gern, schauen aber durch die Finger. In Friaul wurde ein gestaffelter Rabatt für alle eingeführt, während bei uns mit Steuergeldern Ungleichheit zwischen den Bürgern geschaffen und sozusagen die Unrechtsgrenze beim Tanken ins Landesinnere verschoben wird.“