Montag, 11. März 2019

Südtirol: Ohne Impfdokumentation weiter zur Schule

Die Schonfrist ist vorbei: Seit dem heutigen Montag dürfen Kinder, deren Impfdokumentation bis Sonntag, 10. März nicht eingereicht wurde, italienweit nicht mehr zur Schule oder in den Kindergarten. Anders in Südtirol: Hier darf noch nachgereicht werden.

In Südtirol werden Kinder ohne Impfdokumentation nicht mitten im Schuljahr ausgeschlossen.
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In Südtirol werden Kinder ohne Impfdokumentation nicht mitten im Schuljahr ausgeschlossen. - Foto: © shutterstock

Bis spätestens Sonntag, 10. März, mussten Eltern von Kleinkindern, Kindergartenkindern und Schulkindern, die erst kürzlich nach Südtirol gezogen sind oder aber außerhalb des Landes wohnen und in Südtirol in den Kindergarten oder zur Schule gehen, in der jeweiligen Einrichtung die Impfdokumentation ihres Kindes abgeben.

„Und zwar aus dem einfachen Grund, weil diese Kinder in der Impfdatenbank des Sanitätsbetriebs nicht erfasst sind. Es handelt sich dabei um eine Handvoll Kinder“, sagte der Direktor der Abteilung Bildungsverwaltung, Stephan Tschigg, dem Tagblatt „Dolomiten“.

Denn seit 10. März haben Eigenerklärungen keine Gültigkeit mehr: „Es braucht amtliche Bescheinigungen. Deshalb ist bis dahin die wichtige Dokumentation zu bringen“, so Stephan Tschigg.

Von allen anderen Klein-, Kindergarten- und Schulkindern kennen die Bildungseinrichtungen den Impfstatus, weil sie in Südtirol erfasst sind und man Einblick in die Impfdatenbank hat.

Stichtag 10. Juni

Für alle Kinder, die für das Schuljahr 2019/20 eingeschrieben wurden und werden, gilt als Stichdatum der 10. Juni. „Bis dahin müssen Kindergärten und Schulen den Abgleich machen“, erklärt Tschigg. Fehlt die Dokumentation, dann haben die Eltern der Kinder bis 10. Juli Zeit, diese nachzureichen. Fehlen danach immer noch Unterlagen oder ist die Impfbiografie des Kindes lückenhaft, dann müssen die Bildungseinrichtungen dies dem Sanitätsbetrieb weiterleiten.

Daraufhin werden Eltern seitens des Sanitätsbetriebs zu Impfgesprächen und zur Impfberatung eingeladen. Und solange Eltern sich mit ihren nicht oder nur teilweise geimpften Kindern in der Vormerkungswarteschleife befinden, sind auch keine Sanktionen zu erwarten. Aber langsam müsste dieses Vormerkungssystem Fälle ausspucken, die sich partout nicht impfen lassen wollen.

Eltern von Schulkindern droht dabei eine Verwaltungsstrafe, Kinder bis zu 6 Jahren müssten allerdings ausgeschlossen werden. 

stol/D/lu

stol