Südtirol liegt beim täglichen Konsum weit unter dem nationalen Durchschnitt: 16,1 Prozent (2014 waren es 18,5 Prozent) der Südtiroler – 26,6 Prozent der Männer sowie 5,9 Prozent der Frauen – konsumieren täglich Alkohol. Lediglich in Sizilien und Kalabrien trinken verhältnismäßig weniger Einwohner. Der nationale Durchschnitt liegt bei 21.4 Prozent.Starke Verankerung des Alkoholkonsums in SüdtirolIn Bezug auf die Jahresprävalenzrate – das heißt mindestens 1 Mal im Jahr konsumiert – liegt Südtirol bei 71,3 Prozent. Der italienische Durchschnitt liegt bei 65,4 Prozent. Dieser Wert zeigt eine starke Verankerung des Alkoholkonsums in Südtirol auf. Allerdings ist im Vergleich zum Jahr 2014 eine Abnahme zu verzeichnen (-3,5 Prozent), während im italienischen Durchschnitt der Anteil um 2,4 Prozent zugenommen hat.Vor allem der Anteil der weiblichen Befragten trägt zum erhöhten Durchschnittswert bei: mit 64,8 Prozent ist er im Vergleich zum italienischen Durchschnitt von 53,5 Prozent deutlich höher. Kulturell verankerte Trinkmuster spielen hier eine Rolle: Mediterrane und transalpine Kulturen akzeptieren den Konsum bei Frauen in unterschiedlicher Weise.Knapp 8 Prozent trinken täglich zu viel7,8 Prozent der Befragten in Südtirol weisen einen täglichen übermäßigen Konsum auf, im Gegensatz dazu liegt der Mittelwert in Italien bei etwas mehr als 10 Prozent.Die erfreulichste Veränderung liegt bei dem für Südtirol bedeutsamsten Risikofaktor, dem „binge drinking“, d.h. dem Konsum von sechs oder mehr Standardgetränken bei einer Gelegenheit. Dort sinkt der Wert im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 6 Prozent: von knapp 20 Prozent auf 13,6 Prozent.Der nationale Mittelwert ist zwar noch niedriger, zeigt aber im Vergleich zum Vorjahr keine Veränderung (7,4 Prozent).Zahlen in den letzten Jahren gesunken„In den letzten Jahren sind die Zahlen kontinuierlich gesunken. Diese Daten zeigen, wie wichtig und wirkungsvoll eine kontinuierliche Präventionsarbeit ist. Es freut mich, dass die Risiken, die mit einem Alkoholkonsum verbunden sind, von der Südtiroler Bevölkerung immer besser wahrgenommen werden,“ sagt der Direktor des Forum Prävention Peter Koler.stol