Donnerstag, 10. Dezember 2020

„Südtirol testet“: Phase 2 startet – Neuer Speicheltest für Kleinkinder

Schon am morgigen Freitag soll Phase 2 von „Südtirol testet“ beginnen, zunächst mit den 900 Lehrpersonen, die in 4 Wochen 4 Mal auf Corona getestet werden sollen. Kommende Woche sollen dann die 4000 Freiwilligen hinzukommen. Außerdem startet noch im Dezember ein Pilotprojekt für Kleinkinder: Ein Test aus Japan soll hier das Stäbchen in der Nase ersetzen.

Das Projekt „Südtirol testet“ geht in Phase 2.
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Das Projekt „Südtirol testet“ geht in Phase 2. - Foto: © nal von minden GmbH / nal von minden GmbH
Morgen geht es also los: Dann sollen 900 ausgewählte Lehrpersonen in Südtirol über 4 Wochen lang einmal pro Woche auf Corona getestet werden ( STOL hatte berichtet).

Hinzu kommen 300 Oberschüler, die ebenfalls auf freiwilliger Basis getestet werden sollen.

Dies teilten Gesundheitslandesrat Thomas Widmann, Sanitätsdirektor Florian Zerzer, „Südtirol testet“-Projektleiter Patrick Franzoni sowie Dr. Elisabetta Pagani, Primarin des Labors für Mikrobiologie und Virologie am Donnerstag auf einer Pressekonferenz am Bozner Landeskrankenhaus mit.

Die 4000 weiteren Testpersonen aus der Bevölkerung wurden ebenfalls bereits ausgewählt. Sie werden nun von ihrer Gemeinde benachrichtigt, die Antigen-Tests sollen in der kommenden Woche starten.


Wer die freiwillige Teilnahme verweigert oder positiv getestet wird, wird innerhalb der Gemeinde ersetzt.

Nach 4 Wochen und 4 Tests werden 4900 neue Testpersonen per Zufallsgenerator ausgewählt. Insgesamt soll das Projekt 4 Monate lang dauern.

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Mit Phase 2 sollen eventuelle Herde frühzeitig erkannt und isoliert werden.

Gesundheitslandesrat Thomas Widmann rief die Bevölkerung erneut zur Teilnahme auf: Nur durch regelmäßige Tests und die fortwährende Einhaltung der Corona-Regeln könne die Situation unter Kontrolle gehalten werden.

Pilotprojekt aus Japan startet in Südtirol

Ebenfalls vorgestellt wurde ein neues Pilotprojekt, das in der Woche nach dem 20. Dezember in Südtirol in Angriff genommen werden soll:

Es handelt sich hierbei um einen Speicheltest für Kleinkinder ab 3 Jahren, der den – doch meist unangenehmen – Nasenabstrich ersetzen soll.

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Der Test wurde in Japan entwickelt und wird dort bereits eingesetzt, unter anderem an Flughäfen. Es ist der einzige weltweit zugelassene Test dieser Art, der auch in Rom bereits an Grundschülern erprobt wurde.

Nun soll der Speicheltest auch in Südtirol zur Anwendung kommen, ab 21. Dezember zunächst in jeweils 2 Grundschulklassen in Klausen und in Bozen.

Wie Primarin Elisabetta Pagani am Donnerstag erklärte, handelt es sich hierbei um eine kleine Watterolle, die für kurze Zeit im Mund behalten und anschließend ausgewertet wird.

Die Zuverlässigkeit des Speicheltests sei mit einem Antigen-Test vergleichbar.


liz/em