Wie wirksam sind Präventionskampagnen wirklich? Das ASTAT hat in Zusammenarbeit mit dem Forum Prävention im Februar 2026 im Rahmen des Panels „So denkt Südtirol“ eine repräsentative Befragung durchgeführt. „Die Ergebnisse sind bedeutsam, da Kampagnen dieser Art nur selten wissenschaftlich begleitet werden“, betont Forum Prävention.<h3>So viele Teilnehmer wie Einwohner in Brixen</h3>Die Zahlen beeindrucken: Mehr als 24.000 Menschen in Südtirol haben im Jänner 2026 an der „C0,0L – Dry January Challenge“ teilgenommen. Das entspricht in etwa der gesamten Einwohnerschaft von Brixen.<BR /><BR />Die Wirkung des alkoholfreien Monats scheint dabei nachhaltig zu sein: 63 Prozent der Teilnehmenden gaben an, ihren Konsum reduziert zu haben – mehr als die Hälfte davon verzichtete sogar vollständig auf Alkohol. Was oft als einmonatiger Versuch beginnt, unterbricht eingefahrene Muster und lässt neue Routinen entstehen. Die Wissenschaft bestätigt diesen Trend: Wer über einen längeren Zeitraum pausiert, konsumiert meist auch im Anschluss weniger.<h3> Alkoholkonsum in Südtirol rückläufig</h3>Die Studie liefert zudem eine allgemeine Erkenntnis: Der Alkoholkonsum in Südtirol ist in den letzten Jahren insgesamt rückläufig. Seltener wird zu Bier oder Wein gegriffen, während immer mehr Menschen einen alkoholfreien Lebensstil wählen.<BR /><BR />Die Akzeptanz der Kampagnen in der Bevölkerung ist hoch:<BR /><BR />64 Prozent derjenigen, welche die „C0,0L Challenge“ kennen, bewerten sie als sinnvoll. Bei der „Aktion Verzicht“ liegt die Zustimmung sogar bei 75 Prozent.<h3> Reflexion statt erhobener Zeigefinger</h3>Ein Schlüssel zum Erfolg scheint der positive Ansatz zu sein. „Es geht nicht ums Verbieten, sondern ums Ermöglichen: die eigene Reflexion anregen, gesunde Gewohnheiten stärken und den Gewinn durch Verzicht erlebbar machen“, erklärt Peter Koler, Direktor des Forum Prävention. Die Mehrheit der Südtiroler zeige sich offen für solche Impulse.