"Bischof Golser war ein Mensch, der stets für den Dialog, für das Zusammenleben und die Mediation zwischen den Sprachgruppen, aber auch zwischen den Religionen eingetreten ist", so der Landeshauptmann. "Sinnbildlich für sein Bemühen um Frieden und Brüderlichkeit steht auch sein bischöflicher Wahlspruch 'Christus pax nostra', in den er sein seelsorgliches Wirken gestellt hat."Mit dem emeritierten Bischof Karl Golser "verliert Südtirol eine herausragende Persönlichkeit". Kompatscher verweist auch auf das ausgewiesene und weit über die Grenzen Südtirols hinaus geschätzte Fachwissen von Altbischof Golser im Bereich der Ethik, besonders der Bioethik und der Wirtschaftsethik, sowie im Bereich des Umweltschutzes und der Bewahrung der Schöpfung.Der Landeshauptmann verweist auch "auf die große und beispielhafte Würde und Stärke, mit der Bischof Golser seine Krankheit angenommen und ertragen" habe, wodurch "er vielen Menschen Hoffnung, Mut und Glauben an den Sinn des Lebens vermittet hat". Anteilnahme aus dem Bundesland Tirol„Das Land Tirol wird Bischof Karl ein ehrendes Andenken bewahren“: Mit diesen Worten reagiert Kompatschers Amtskollege, der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, auf das Ableben des Ehrenzeichenträgers des Landes Tirol.„Bischof Karl hat Zeit seines Lebens immer das Verbindende vor das Trennende gestellt und hat damit in Südtirol und darüber hinaus ein soziales Ausrufezeichen gesetzt“, so Platter.„Als ausgewiesener Kämpfer für Gerechtigkeit und Frieden, aber auch als moralische Instanz und Ethik-Lehrmeister wird er nicht nur der Theologischen Hochschule in Brixen und der Freien Universität Bozen, sondern uns allen fehlen.“lpa/Land Tirol