Donnerstag, 05. März 2015

Südtirol vom Winde verweht

Mit 70 Stundenkilometern fegt der Wind den Passanten in Bozen am Donnerstag um die Ohren, und auch andernorts gibt es heftige Windböen. Das bedeutet vor allem für die Feuerwehren Arbeit.

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Foto: © APA/EPA

"In den Tälern wurden Böen mit Geschwindigkeiten von 50 bis 70 Stundenkilometern gemessen, auf den Bergen liegen die Werte deutlich höher", erklärt der Landesmeteorologe Dieter Peterlin im Gespräch mit STOL.

An der Spitze liegt der Dannelspitz in Pfunders mit einer Windgeschwindigkeit von 125 Stundenkilometern. "Das sind Orkanböen", weiß Peterlin.

Aber auch im Rest des Landes liegen die Werte außergewöhnlich hoch: In Salurn wurden 102 km/h gemessen, am Rittner Horn 92, am Jaufenkamm 98 Stundenkilometer.

Mit Windböen von bis zu 70 Kilometern wurde in Bozen am Donnerstag der höchste Wert seit zwei Jahren gemessen.

Wind deckt Dächer ab und fällt Bäume

Die starken Windböen richten allerlei Schaden an: Alleine die Berufsfeuerwehr und die Freiwillige Feuerwehr Bozen mussten bis zum frühen Nachmittag bereits rund zwölf Mal ausrücken.

Die Einsatzkräfte entfernten gefährliche Baumteile und herunterfliegende Dachziegel, auch mussten Gebäudeteile gesichert werden.

In der Bozner Baristraße stürzte ein Baum auf ein darunter geparktes Auto. 

Foto: FFW Bozen

Windböen bis zum Wochenende

Wie Dieter Peterlin erklärt, halten die starken Windböen auch am Freitag an. Erst am Wochenende kehrt in den Tälern wieder Ruhe ein, in den Bergen flauen die Böen zumindest etwas ab.

liz

stol