Dienstag, 27. Juli 2021

Südtirol vor 60 Jahren: Gedenken an die Folter nach der Feuernacht

Die Süd-Tiroler Freiheit gedenkt der schweren Folterungen, die nach der Feuernacht vor 60 Jahren in Südtirol begangen wurden und bei der dutzende Südtiroler misshandelt wurden. Die Bewegung startet daher eine Erinnerungs-Aktion.

Die Süd-Tiroler Freiheit gedenkt der  gefolterten Opfer von vor 60 Jahren nach der Feuernacht.
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Die Süd-Tiroler Freiheit gedenkt der gefolterten Opfer von vor 60 Jahren nach der Feuernacht. - Foto: © Süd-Tiroler Freiheit
Laut Schilderungen wurde den Freiheitskämpfern Grauenhaftes angetan. An Lippen und Genitalien ausgedrückte Zigaretten, tagelanges Stehen mit ausgestreckten Armen, Faustschläge und Fußtritte am ganzen Körper, tagelanger Entzug von Essen, Trinken und Schlaf, Folter mit Zangen und Riemen, Einflößen von Salzwasser und Fäkalien in den Mund, Elektroschocks und auch Streckfolter. Die Misshandlungen seien mit ausdrücklicher Billigung der italienischen Behörden erfolgt, schreibt die Süd-Tiroler Freiheit in der Aussendung.

Online-Kampagne zu Gedenken der Opfer

Um an diese schrecklichen Taten zu erinnern, startet die Süd-Tiroler Freiheit eine Online-Kampagne. Dabei werden einige Briefe auf der Webseite der Bewegung veröffentlicht, in denen die Opfer ihre Misshandlungen auf eindrückliche Weise schilderten. Außerdem wird vor einigen Gebäuden, in denen damals gefoltert wurde, für einige Tage eine Installation aufgestellt. Ein blutverschmiertes Hemd und eine Erklärtafel sollen an die damaligen Ereignisse erinnern, da damals vielen Frauen die zerfetzte und blutige Kleidung ihrer Männer nach Hause geschickt wurde.

stol