Zum Jahresende 2025 lebten 542.134 Menschen in Südtirol. Das sind 2.455 mehr als ein Jahr zuvor und entspricht einem Bevölkerungswachstum von 4,5 Promille.<BR /><BR />Entscheidend für dieses Plus war ausschließlich die Zuwanderung. Der Wanderungssaldo lag bei 4,7 je 1.000 Einwohner. Die natürliche Bevölkerungsentwicklung fiel dagegen erstmals leicht negativ aus: Auf 4.650 Geburten kamen 4.753 Todesfälle. Damit ergibt sich ein Geburtendefizit von 103 Personen beziehungsweise ein natürliches Wachstum von minus 0,2 Promille.<h3> Vinschgau mit den meisten Geburten</h3>Innerhalb Südtirols zeigen sich deutliche Unterschiede. Die höchste Geburtenrate verzeichnete der Vinschgau mit 10 Geburten je 1.000 Einwohner. Die niedrigste wurde in Bozen mit 7,4 Promille registriert.<BR /><BR />Die Landeshauptstadt wies gleichzeitig die höchste Sterberate auf. Dort kamen 10,1 Todesfälle auf 1.000 Einwohner. Am niedrigsten war die Sterberate in der Bezirksgemeinschaft Salten-Schlern mit 7,6 Promille.<BR /><BR />Die Lebenserwartung bleibt in Südtirol höher als im italienischen Durchschnitt. Sie wird für Männer auf 82,7 Jahre und für Frauen auf 86,4 Jahre geschätzt.<h3> 27 Gemeinden verlieren Einwohner</h3>Nicht alle Gemeinden entwickelten sich gleich. In 27 Gemeinden sank die Einwohnerzahl, eine Gemeinde verzeichnete einen Stillstand, während 88 Gemeinden zulegten.<BR /><BR />Die größten Bevölkerungsrückgänge im Verhältnis zur Einwohnerzahl wurden in Altrei (-22,9 Promille), Proveis (-20,4 Promille) und Prettau (-15,6 Promille) festgestellt.<BR /><BR />Die stärksten Zuwächse gab es in Waidbruck (+76,6 Promille), Tscherms (+42,0 Promille) und Franzensfeste (+29,4 Promille).<BR /><BR />39 Gemeinden wiesen eine negative Geburtenbilanz auf – fünf mehr als im Vorjahr. In neun dieser Gemeinden kamen zusätzlich mehr Menschen weg als neu zuzogen.<h3> Mehr als die Hälfte lebt auf dem Land</h3>Südtirol bleibt ein überwiegend ländlich geprägtes Land. Rund 306.600 Menschen beziehungsweise 56,5 Prozent der Bevölkerung leben in einer der 109 Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern.<BR /><BR />In den Stadtgemeinden wohnen insgesamt 235.563 Menschen. Allein auf Bozen entfallen 106.901 Einwohner oder 19,7 Prozent der Gesamtbevölkerung. Meran zählt 41.658 Einwohner, Brixen 23.350.<BR /><BR />Zusammen leben in den weiteren größeren Gemeinden Leifers, Bruneck, Eppan und Lana 63.654 Menschen.<h3> Bevölkerung wird älter</h3>Auch die Alterung der Bevölkerung setzt sich fort. Das Durchschnittsalter ist in den vergangenen 20 Jahren von 40 auf 44 Jahre gestiegen.<BR /><BR />2025 lebten in Südtirol 272.847 Frauen und 269.061 Männer. Damit kommen auf 100 Frauen rechnerisch 98,6 Männer.<BR /><BR />Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist unverheiratet. 38,8 Prozent sind verheiratet oder gesetzlich getrennt, 0,1 Prozent leben in einer eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft.<BR /><BR />Auffällig bleibt auch die Entwicklung der Haushalte. Laut ASTAT setzt sich der Trend zu kleineren Familienformen fort. Ein Südtiroler Haushalt besteht im Durchschnitt aus 2,2 Personen.<BR /><BR />Unterm Strich wächst Südtirol damit zwar weiter. Die aktuellen Bevölkerungszahlen zeigen aber auch, dass dieses Wachstum inzwischen ausschließlich durch Zuwanderung getragen wird.