Dienstag, 24. Oktober 2017

Südtirol will gesündere Luft

Die Landesagentur für Umwelt überarbeitet das Programm zur Reduzierung der Stickstoffdioxid-Belastung. Der neue Entwurf soll im Frühjahr 2018 vorliegen.

Erhöhte Stickstoffwerte gibt es etwa entlang der Autobahn.
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Erhöhte Stickstoffwerte gibt es etwa entlang der Autobahn. - Foto: © D

Die Problematik der erhöhten Stickstoffdioxidwerte in den Städten und entlang der Autobahn und der MeBo sei seit längerem bekannt, betont Umweltlandesrat Richard Theiner am Dienstag: „Bereits 2011 haben Land und Gemeinden gemeinsam ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Luftqualität verabschiedet“, erklärt Theiner. Vieles davon wurde umgesetzt, war aber noch nicht ausreichend, um die Grenzwerte einzuhalten.

Programm soll erneuert werden

Daher arbeitet die Landesagentur für Umwelt derzeit an der Erneuerung des Programms, und zwar auf der Grundlage der neuesten Erkenntnisse und in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden. „Ein erstes Treffen mit den Gemeinden dazu hat es bereits gegeben, weitere werden folgen“, unterstreicht der Landesrat.

Gleichzeitig werden vor Ort noch nähere Untersuchungen durchgeführt, etwa an den viel befahrenen Straßen in größeren Gemeinden wie Bozen, Meran, Brixen und Leifers.

Theiner: Brauchen Gesamtkonzept

„Wir benötigen ein genaues Bild der Situation, um ein Gesamtkonzept erarbeiten zu können“, ist Landesrat Theiner überzeugt. Einzelmaßnahmen seien in der Regel nicht ausreichend, auch weil man eine Verlagerung des Problems riskiere.

„Was wir brauchen, ist vielmehr ein Bündel von Maßnahmen, die ineinandergreifen und zwischen den Gemeinden und dem Land abgestimmt sind“, erklärt Theiner. Bis April kommenden Jahres soll der Entwurf für ein neues Gesamtkonzept stehen. „70 Prozent der Stickstoffdioxid-Emissionen sind dem Verkehr zuzuschreiben. Die Maßnahmen werden also vor allem dem Verursacherprinzip folgen“, so Theiner.

lpa/stol

stol