Mittwoch, 09. März 2016

Südtiroler (33) stirbt bei Lawinenabgang in der Schweiz

Er kam dort ums Leben, wo er am liebsten war: in den Bergen. Bereits am Samstag fand Siegfried Rainer aus Freienfeld bei einem Lawinenabgang in Graubünden den Tod.

Siegfried Rainer kam in den Schweizer Bergen bei Thalkirch ums Leben. Im Bild: die Unfallstelle Höllgraben.
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Siegfried Rainer kam in den Schweizer Bergen bei Thalkirch ums Leben. Im Bild: die Unfallstelle Höllgraben.

Zum Unglück kam es bereits am Samstagnachmittag bei Thalkirch südwestlich von Chur im Schweizer Kanton Graubünden. Der Südtiroler war gemeinsam mit einem 29-jährigen Slowaken mit Tourenskiern im hinteren Safiental zur Örtlichkeit Höllgraben aufgebrochen. Und das trotz starkem Schneefall und schlechter Sicht.

Auf einer Höhe von rund 1800 Höhenmetern wurden die beiden von einer Spontanlawine erfasst und vollständig verschüttet. Das Unglück blieb jedoch unbemerkt. 

Erst in der Nacht auf Sonntag meldeten Angehörige die beiden im Kanton Zürich wohnhaften Männer als vermisst.

Nur noch tot geborgen

Gemeinsam mit Rettern der SAC-Sektion Piz Terri, Rettungsstation Safien, wurden am frühen Sonntagmorgen die Sucharbeiten aufgenommen. Aufgrund der sich vor Ort im Tagesverlauf weiter verschärfenden Lawinengefahr gestalteten sich die Such- und Bergungsarbeiten als schwierig. 

Die beiden Verschütteten konnten am Sonntagvormittag mittels Lawinenverschüttetensuchgeräten geortet, aber nur noch leblos gefunden und ausgeflogen werden.

Beerdigung am Donnerstag

Der Tod des 33-Jährigen löste in Südtirol tiefe Betroffenheit aus. Siegfried Rainer wird am Donnerstag in seiner Heimatgemeinde Freienfeld zu Grabe getragen. 

stol/ker

stol