Dem Bankberater (64) wird zur Last gelegt, über Jahre hinweg seinen Kunden falsche Informationen über ihr Finanzportfolio gegeben zu haben. Der Strafbestand lautet fortgesetzter Betrug in fünf Fällen. Der Schaden soll sich, entgegen der zunächst angenommenen Summe von 20 Millionen Euro, bei den fünf Geschädigten auf etwa 2,2 Millionen Euro belaufen.<h3> Nach Pensionierung ins Visier der Ermittler geraten</h3>Wie berichtet, war der Verdächtige seit 2010 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2024 als „Private Banker“ in der Bozner Filiale eines gesamtstaatlichen Bankinstituts tätig. Dort soll er, so der anfängliche Vorwurf der Staatsanwaltschaft, einige Kunden um mehrere Millionen Euro gebracht haben. Ins Visier der Ermittler war der Bankberater nach seiner Pensionierung geraten, da Unregelmäßigkeiten in den von ihm verwalteten Kundenportfolios zutage getreten waren.<h3> Beweggründe noch unklar</h3>Über die Beweggründe des Bankberaters kann derzeit nur gemutmaßt werden. Im Raum steht der Verdacht, dass der Bankberater die Prämie, die er durch zufriedene Kunden bekommen haben soll, nicht verlieren wollte. Ob die Aussicht auf eine solche Prämie den 64-Jährigen möglicherweise dazu verleitet haben könnte, Verluste vor seinen Kunden zu verbergen, dürfte sich im Laufe des Verfahrens klären. Da es sich um mutmaßlichen Betrug handelt, könnte es zu einer direkten Vorladung und damit direkt zu einer Vorverhandlung kommen. Der Verdächtige ist seines Amtes entbunden, es besteht somit keine Wiederholungsgefahr und er ist auf freiem Fuß. Währenddessen soll eine der Personen, die durch den mutmaßlichen Betrug zu Schaden gekommen sein sollen, eine Einigung mit der Bank erzielt und sich aus dem Verfahren zurückgezogen haben.