Die Überwachung von Berggebieten weltweit und ihrer natürlichen Ressourcen, ist Thema einer Tagung im Rahmen einer UN-Konferenz diese Woche in Islamabad in Pakistan. „Zurzeit haben wir kein umfassendes Netzwerk bzw. funktionierendes System, in dem wir aktuellste Daten aus der Berggebietsforschung rund um den Globus austauschen. Nicht nur für uns Wissenschaftler müssen wir ein solches System dringend vorantreiben, sondern auch, um politische Entscheider mit korrekten Informationen in ihren Strategien unterstützen zu können“, unterstreicht Marc Zebisch, Leiter des EURAC-Instituts für Angewandte Fernerkundung. Fernerkundungsmethoden und die Möglichkeiten, die diese im Überwachen von Berggebieten weltweit bieten, bilden einen Schwerpunkt der Tagung. Sie bringt internationale Bergexperten zusammen, die Forschungsarbeiten im Bereich der Fernerkundung aus Bergregionen der ganzen Welt diskutieren - aus dem Hindu Kush Himalaya, den Anden, den Bergregionen Zentralasiens und den Alpen. „Mit Fernerkundungsmethoden können wir große Flächen über einen langen Zeitraum hinweg mit großer Genauigkeit überwachen. Gerade in Berggebieten müssen wir aufgrund ihrer Sensibilität die Entwicklungen laufend erfassen, untersuchen und Forschungsergebnisse weltweit austauschen. Daher möchten wir erreichen, dass wir diesen Bedarf der wissenschaftlichen Überwachung auch politisch entsprechend verankert haben“, so Zebisch. Die EURAC vertrete im Rahmen der Tagung als einzige anwesende europäische Forschungsinstitution stellvertretend den Wissensstand in Europa. Die Einladung zur Organisation der Tagung erfolgte durch das Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen (UNOOSA) im Rahmen der groß angelegten UN-Konferenz, die zur Anwendung von Weltraumtechnologien im Bereich Nahrungs- und Wassersicherung vom 11. bis zum 15. März in Islamabad in Pakistan stattfindet. Die Tagung wurde u.a. von der EURAC gemeinsam mit ihrem Partner UNEP Wien, dem Interimistischen Sekretariat der Karpatenkonvention, dem International Centre for Integrated Mountain Development (ICIMOD) organisiert.