<BR />Laut der Kettennachricht sollen die Administratoren von Whats App-Gruppen die Option „Erweiterter Datenschutz“ aktivieren. Ansonsten könne die Künstliche Intelligenz „Gruppennachrichten öffnen, Telefonnummern sehen und sogar persönliche Daten von Ihrem Telefon abrufen, einschließlich privater Chats“, heißt es. Gunde Bauhofer, die Geschäftsführerin der Verbraucherzentrale Südtirol, gibt hingegen Entwarnung: „Das stimmt so absolut nicht.“ Die Aktivierung der Option könne in Gruppen zwar durchaus Vorteile bringen, aber „es passiert überhaupt nichts, wenn sie nicht eingeschaltet ist“, erklärt sie. <BR /><BR />Wenn der Erweiterte Datenschutz in Gruppen-Chats aktiviert ist, können keine Nachrichten mehr mit der KI geteilt werden, Nachrichtenverläufe können nicht mehr exportiert werden und Bilder werden nicht mehr automatisch auf den mobilen Endgeräten gespeichert. Das ist aber nicht erst ab Samstag so, sondern bereits seit April, als die KI bei WhatsApp eingeführt wurde.<BR /><BR />Die Einführung dieser sorgte generell bei vielen Nutzerinnen und Nutzern für Unmut. „Es wäre besser, wenn man sie komplett ausschalten könnte“, meint die Verbraucherschützerin. Derzeit passiere es Nutzerinnen und Nutzern manchmal, dass Nachrichten auch in Gruppen-Chats unabsichtlich an die KI gesendet werden. Das ist gar nicht so unproblematisch, denn in Bezug auf Datenschutz sei die Situation hier nicht ideal. Was einmal mit der Künstlichen Intelligenz geteilt wurde, sei schwer wieder zurückzuholen. Von außen hätte man kaum Einblick, was Meta mit den Informationen anstellt, die dadurch erlangt werden. Deshalb gilt: „Man soll so wenig wie möglich und auf keinen Fall sensible Daten mit der KI teilen“, warnt sie.<h3> Warnsignale deuten auf Kettenbrief hin</h3>Für den Alarmismus, den die Kettennachricht plötzlich verbreitet hat, hat Bauhofer eine Erklärung: „Solche Nachrichten gründen meist darauf, dass jemand etwas eigentlich Korrektes falsch verstanden hat und dann auch dementsprechend falsch darstellt“, erklärt sie. Da besonders in Zeiten des digitalen Wandels viele Menschen Unsicherheit verspüren, wurde der sogenannte Kettenbrief fleißig geteilt.<BR /><BR />Doch es gibt einige Warnsignale, auf die man achten sollte, um nicht auf einen solchen Kettenbrief hereinzufallen. Wenn man Nachrichten erhält, die lediglich weitergeleitet wurden, sollte man sofort hellhörig werden. Besonders, wenn er mit dem Vermerk „häufig weitergeleitet“ versehen ist. <BR /><BR />„Dann sollte man eine Suchmaschine öffnen und die Hintergründe prüfen“, sagt die Expertin. Auch der Ursprung der Nachricht sei ein wichtiges Merkmal für die Vertrauenswürdigkeit. Unbekannte Absender sollten immer überprüft werden. Ein weiteres Alarmsignal sei übertriebene Panikmache. Sei die Rede davon, dass etwas unbedingt und so bald wie möglich erledigt oder geteilt werden müsse, sollte man genau das nicht tun und in Ruhe recherchieren. „Dabei kann man sich an die Fachpresse oder Portale wie Chip halten“, weiß sie.