Freitag, 22. April 2016

Südtiroler bunkerten 97 Mio. Euro im Ausland

Die Südtiroler haben 97 Mio. Euro Auslandsvermögen über Selbstanzeige mit Offenlegung an Italiens Fiskus zurückgeführt. Dem Land stehen 10 bis 12 Mio. Euro zu. Obwohl Minister Padoan nicht automatisch teilen will, sagt der Landeshauptmann: „Dass wir das Geld erhalten ist so sicher wie das Amen in der Kirche.“

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Foto: © shutterstock

Die Sanierung des Auslandskapitals hat viel Staub aufgewirbelt. Nachdem die Region Aosta das Dekret zur sogenannten „Voluntary Disclosure“ von 2014 erfolgreich angefochten hatte, hatte die Fünf-Sterne-Bewegung den Ländern Bozen und Trient vorgeworfen, „Millionen verspielt“ zu haben. 

Arno Kompatscher dementierte: „Wir haben die staatliche Bestimmung nicht angefochten, weil es keinen Grund gab“, so der Landeshauptmann. Dieser hätte nur bestanden, wenn Rom die Rückflüsse im Gesetz explizit für sich reserviert hätte.

„So aber sind es ganz normale Steuereinnahmen, aus denen uns der entsprechende Anteil zusteht“, so Kompatscher. Nach ersten Schätzungen beträgt das sanierte Auslandskapital aus Südtirol 97 Mo. Euro. Für die Landeskasse könnten 10 bis 12 Millionen herausschauen.

bv

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stol