Mittwoch, 08. April 2020

Südtiroler Frachtenbörse gestartet

Die Handelskammer Bozen hat gemeinsam mit dem Unternehmerverband und dem Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh) eine Frachtenbörse für Südtirol ins Leben gerufen.

Der Lkw-Verkehr ist im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 50 Prozent eingebrochen.
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Der Lkw-Verkehr ist im Vergleich zum Vorjahr durchschnittlich um 50 Prozent eingebrochen. - Foto: © DLife/LO
Seit Ausbruch der Covid-19 Krise stoßen die Transportunternehmen auf große Schwierigkeiten. Etablierte Transportketten funktionieren nicht mehr, Aufträge brechen weg und die Lage an den europäischen Grenzen ist teils immer noch sehr unübersichtlich und ändert sich rapide.

Um den Warenverkehr in dieser misslichen Lage bestmöglich zu organisieren, hat die Handelskammer Bozen gemeinsam mit dem Unternehmerverband und dem Wirtschaftsverband Handwerk und Dienstleister (lvh) eine Frachtenbörse für Südtirol ins Leben gerufen.

Negativtrend auch bei Südtiroler Transportunternehmen spürbar

Das Bild der langen Staus an manchen Grenzen trügt, tatsächlich ist es zu einem drastischen Einbruch der Auftragslage im Warenverkehr gekommen. Die Schließung vieler Firmen und das Herunterfahren der Produktion hat zu Unterbrechungen der etablierten Lieferketten geführt, Aufträge bleiben aus, Fahrer fallen aus und es kommt vermehrt zu Leerfahrten. Auch bei den Südtiroler Transportfirmen ist dieser Negativtrend spürbar.

„Auf der Brennerautobahn kann seit Wochen ein Negativtrend im Warenverkehr beobachtet werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist der LKW-Verkehr durchschnittlich um ca. 50 Prozent eingebrochen, an einigen Spitzentagen sogar um 75 Prozent“, so Alfred Aberer, Generalsekretär der Handelskammer Bozen. Diese Zahlen würden laut Aberer zeigen, in welcher prekären Lage sich die Transportwirtschaft derzeit befinde.

Angebot und Nachfrage zusammenzubringen

Die Plattform hat die Aufgabe, Angebot und Nachfrage zusammenzubringen, damit die Versorgungskette weiter funktioniert und Leerfahren weitestgehend vermieden werden.

Das Angebot gilt für lokale Fahrten, für Fahrten ins Ausland, sowohl für Stückgut als auch für größere Volumen. Produzierende Unternehmen können auf der Frachtenbörse Ladungen eintragen und werden anschließend von den Transportunternehmen kontaktiert.

Die Frachtenbörse kann unter folgender Internetadresse aufgerufen werden.

stol

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