Im Durchschnitt hat jeder Südtiroler 30.400 Euro auf der hohen Kante. Das Trentino liegt mit 25.112 Euro auf Platz sieben. <BR /><BR />Diese Zahlen gehen aus der jüngsten Erhebung des Adusbef (Verband zum Schutz der Nutzer von Bankdienstleistungen) hervor. Auch italienweit wurde ein deutliches Plus bei den Bankeinlagen der Bürger verzeichnet: Nominal – also ohne Teuerung und Inflation mit einzurechnen – ist der Wert der Einlagen auf den Bankkonten der Menschen in Italien innerhalb vom Jahr 2016 auf heuer um 28,3 Prozent angestiegen und liegt derzeit bei 1.163 Milliarden Euro. Allerdings: In den betreffenden zehn Jahren betrug die Inflation 23,6 Prozent. Bereinigt um diesen Faktor, beläuft sich der Vermögenszuwachs der Bürger in Italien nur auf 4,7 Prozent. „Der Anstieg der Bankeinlagen ist ein Zeichen dafür, dass sich die Haushalte angesichts anhaltender wirtschaftlicher Unsicherheit absichern wollen“, sagt Adusbef-Vorsitzender Antonio Tanza. Die Ersparnisse seien nicht zwangsweise das Ergebnis von mehr allgemeinem Wohlstand, sondern oft von Verzicht beim Konsum und einer vorsichtigen Haltung. <BR /><BR />Die Südtiroler haben beim Sparen jedenfalls die Nase vorn: Jeder Bürger hat – im Durchschnitt – 30.400 Euro auf dem Konto. Damit ist Südtirol – wenn man die Bankeinlagen ins Verhältnis zur Wohnbevölkerung stellt – die reichste Provinz Italiens, gefolgt von Mailand (27.900 Euro pro Einwohner), Piacenza (26.800 Euro) und Sondrio (26.000). Das Trentino liegt mit 25.112 Euro auf Platz sieben. Am wenigsten sparen konnten die Bürger der Provinz Crotone – im Schnitt nur 9.679 Euro pro Kopf. <BR /><BR />Das Plus an Gesamtvermögen, das in der Region auf den Bankkonten der Bürger schlummert, ist ebenfalls beachtlich: Zwischen 2016 und 2026 wurde in Trentino-Südtirol mit 43,2 Prozent italienweit der höchste nominale Anstieg verzeichnet. Es gibt aber auch einen Wermutstropfen für Sparer: Wie von der Banca d’Italia erhoben, ist die Führung eines Girokontos innerhalb derselben zehn Jahre um 23 Prozent teurer geworden und kostet im Schnitt 101,1 Euro. Am meisten würden variable Kosten zu Buche schlagen, wie z.B. Überweisungen, deren Kosten um 34,2 Prozent gestiegen seien.