„Es hat schon ordentlich gewackelt und ziemlich lange gedauert“, erzählt er. Mit seiner Familie saß er gerade beim Mittagessen in einem Restaurant, als die Erde zu beben begann. „Mein Sohn war schneller als ich und ist sofort aus dem Gebäude gerannt.“ Draußen schwankten die Blumengirlanden, mit denen die Straßen geschmückt waren, hin und her. „Auch die Autos wackelten hin und her“, berichtet er.<BR /><BR />Die Familie wartete vor dem Restaurant bis die Erschütterungen aufgehörten. „Die meisten Restaurantgäste blieben drinnen“, erzählt er. „Wir sind ins Restaurant zurückgekehrt, haben aber immer wieder kleinere Nachbeben gespürt.“ <h3> Erdbeben trifft besonders Myanmar</h3>Das Epizentrum des Bebens lag in Myanmar. Dort ist die Lage dramatisch. „Bekannte posten auf Facebook Videos von eingestürzten Gebäuden und Brücken.“ Ganze Häuserblocks seien betroffen, jahrhundertealte Klöster und Tempelanlagen. Der IT-Unternehmer Thomas Feichter hat 10 Jahre in Myanmar gewohnt. Dort hat er schon mehrere Erdbeben miterlebt, meist in einem Hochhaus, weil sich dort sein Büro befand.<BR /><BR /> „In Südostasien sind Erdbeben relativ häufig“, sagt er. Seit über 2 Jahren hat der Taistner seinen Lebensmittelpunkt in Chiang Mai, im Norden Thailands. „Wir mussten Myanmar wegen des Krieges verlassen.“ In Chiang Mai habe das Erdbeben zwar auch Schäden angerichtet „aber es ist nichts Schlimmeres passiert“. <h3> Die Situation in Bangkok</h3>Die Künstlerin <Fett>Karolina Gacke</Fett> lebt und arbeitet in Brixen und in Bangkok. Erst kürzlich ist sie aus Thailand zurückgekehrt. „Es geht allen Menschen, die ich dort kenne, gut. Aber es herrscht ein Gefühl der Panik und der Verwirrung“, berichtet sie. Der öffentliche Nahverkehr funktioniere nicht, sodass viele Menschen nicht nach Hause kommen könnten. „Die öffentlichen Parks werden die ganze Nacht (Anm. d. Red. Nacht von Freitag auf Samstag) geöffnet sein, damit die Menschen dort schlafen können.“