Montag, 25. Januar 2021

Südtiroler Jugendring (SJR): „Schulen müssen offenbleiben“

„Dass sich die Zahl der infizierten Schülerinnen und Schüler erhöht hat, darf nicht dazu führen, dass Schulen geschlossen werden“ bringt es Tanja Rainer, SJR-Vorsitzende, auf den Punkt. Der Südtiroler Jugendring (SJR) fordert ein Sicherheitskonzept und viel mehr Testungen.

Die Schulen müssen weiterhin offen bleiben, fordert der Südtiroler Jugendring.
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Die Schulen müssen weiterhin offen bleiben, fordert der Südtiroler Jugendring. - Foto: © shutterstock
„Es braucht eine Art 'Rundum-Konzept', ein Sicherheitskonzept, das es erlaubt, dass Kindergärten und Schulen weiterhin offenbleiben. Es muss vor allem auch mehr und zielgerichtet getestet werden“, so Rainer, die mahnt, nun schnell zu reagieren und keine Zeit zu verlieren.

Der SJR hat entsprechende Vorschläge ausgearbeitet und diese auch der Landesregierung übermittelt.

Regelmäßige, kostenlose Testungen in Schulen

So plädiert der SJR unter anderem dafür, in allen Schulen regelmäßig und kostenlos zu testen.

Hierbei ist die gesamte Kindergarten- und Schulgemeinschaft, also Kinder und Jugendliche, pädagogische Fachkräfte, Lehrpersonen und das nicht unterrichtende Personal zu testen.

Auch sollten die Tests direkt in der Schule durchgeführt werden. Zudem brauche es ein landesweit einheitliches Hygienekonzept für alle Schulstufen, das penibel eingehalten werden müsse.

„Bildung ist wichtig“

Der SJR setzt des Weiteren auf Sensibilisierung und Aufklärung: So soll den Schülerinnen und Schülern aller Schulstufen altersgerechte, klare und transparente Informationen zum Thema „Corona“ und zum Hygienekonzept gegeben werden.

Werde ein positiver Corona-Fall festgestellt, so gelte es rasch zu handeln, Verzögerungen dürften keine passieren und die Kommunikationswege sollten klar feststehen.

„Bildung hat ihren Stellenwert und ist wichtig“, erklärt Rainer. Schließlich seien geregelte Tagesabläufe und soziale Kontakte für die Entwicklung junger Menschen von großer Bedeutung.

„Kinder und Jugendliche haben aufgrund der langen Schließung der Bildungseinrichtungen im vergangenen Jahr stark gelitten, gerade auch weil die so wichtigen sozialen Kontakte gefehlt haben. Nun gilt es, so rasch als möglich zu handeln, um mit allen Mitteln eine Schließung abzuwenden“ so Rainer.

Der SJR erinnert abschließend an die Studie des Marktforschungsunternehmens IPSOS, die im Auftrag von Safe the Children: Diese ergab, dass italienweit aufgrund des Fernunterrichts mit 34.000 Schulabbrechern gerechnet wird, 35 Prozent der Jugendlichen über eine Verschlechterung der Schulausbildung klagen und für 46 Prozent es ein verlorenes Jahr ist.

stol