Donnerstag, 05. November 2015

Südtiroler Notfallnetz unter der Lupe

Wie steht es um das Südtiroler Notfallnetz und was könnte noch verbessert werden? Ein international anerkannter Experte überprüft derzeit im Auftrag des Südtiroler Sanitätsbetriebes die Organisation der Notaufnahmen des Landes und erarbeitet Vorschläge zur Verbesserung.

Experte Francesco Enrichens, der Primar der Abteilung Innere Medizin, Dr. Oreste Pieramico. Direktor Dr. Anton Theiner und Sabes-Generaldirektor Thomas Sael.
Badge Local
Experte Francesco Enrichens, der Primar der Abteilung Innere Medizin, Dr. Oreste Pieramico. Direktor Dr. Anton Theiner und Sabes-Generaldirektor Thomas Sael.

Dr. Francesco Enrichens, Direktor des „Dipartimento Funzionale di Emergenza“ des Universitären Krankenhausbetriebes Turin, hat vor gut drei Monaten vom Südtiroler Sanitätsbetrieb den Auftrag erhalten, das Netz der Notfallbetreuung in Südtirol zu überprüfen. Aus diesem Grund hat Enrichens in den vergangenen Wochen alle sieben Notfallaufnahmen des Landes besucht und in Gesprächen mit den internen Fachleuten und „Technikern“ sich einen kapillaren Einblick verschafft.

Mit dem „Lokalaugenschein“ am Mittwoch im Krankenhaus Schlanders wurde die Erhebungsphase abgeschlossen. Zu dieser Gelegenheit war auch Sabes-Generaldirektor Thomas Schael aus Bozen angereist, zum einen, um eine erste Rückmeldung zum Stand der Arbeiten zu erhalten, zum anderen, um den neuen Computertomographen des Krankenhauses Schlanders zu besichtigen.

Schlanderser Notaufnahme funktioniert sehr gut, aber 

Francesco Enrichens zeigte sich besonders von der technischen und strukturellen Ausstattung des Krankenhauses Schlanders beeindruckt, aber auch von der hohen Qualität der Betreuung: „Mir scheint, dass die Notaufnahme und generell die Betreuung der Patienten in diesem Krankenhaus sehr gut funktioniert. Sie ist zusammen mit der medizinischen und chirurgischen Fachrichtung gewissermaßen unverzichtbar. Sie muss aber enger vernetzt werden mit den anderen Akutbereichen beispielsweise im Krankenhaus Meran oder Bozen. Für spezielle Pathologien, ich denke beispielsweise an die Versorgung von Iktus-Patienten, müssen wir auch innovative Modelle andenken.“

stol

stol