Samstag, 24. September 2016

Südtiroler spenden 500.000 Euro: Das passiert mit dem Geld

Immer neue Erdstöße verursachen auch einen Monat nach dem Erdbeben in Mittelitalien weitere Schäden. Die Menschen kommen nicht zur Ruhe kommen. Und ihnen steht ein harter Winter bevor.

Die Zerstörung ist immens. Die Erdbebengebiete brauchen Hilfe. Vor allem jetzt, wo der Winter kommt.
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Die Zerstörung ist immens. Die Erdbebengebiete brauchen Hilfe. Vor allem jetzt, wo der Winter kommt. - Foto: © APA/AFP

In den Bergen Mittelitaliens kündigt sich langsam der Winter an. Währenddessen bringen neue Erdstöße weiter Angst und Zerstörung. „Die Menschen, vor allem die Bauern, sind verzweifelt“, erklärt Fabio Molon, Leiter der Auslandsarbeit bei der Südtiroler Caritas. Er ist am Freitag aus dem Katastrophengebiet zurückgekehrt. „Sie haben keinen sicheren Platz, um das Getreide zu lagern und ihre Tiere unterzubringen. Auch die Familien selbst leben momentan in Zelten, die kaum Schutz vor der Kälte bieten.“

Der Wiederaufbau wird laut staatlichen Stellen erst im Frühjahr beginnen. „Bis dahin müssen die Familien durchhalten. Der Staat stellt zwar Unterkünfte in Wohnungen und Gasthäusern zur Verfügung, doch die Bauern können nicht so weit von ihren Höfen weg. Sie müssen sich um die Tiere und die Felder kümmern. Sie haben im Grunde keine Wahl: entweder verkaufen sie die Tiere und damit ihr Existenzgrundlage, oder sie bleiben dort.“

Acht wintersichere Quartiere

Die Südtiroler Caritas hat in Zusammenarbeit mit der Caritas von Spoleto-Norcia ein Hilfsprogramm ausgearbeitet. 18 Bauernfamilien soll es über den Winter helfen.

Dank der Spenden aus Südtirol von über einer halben Million Euro werden acht wintersichere Übergangsquartiere errichtet. Zusätzlich stellt die Caritas drei große Boxen für die Lagerung von noch intakten Möbeln aus den abbruchreifen Häusern zur Verfügung und zwei weitere für die Lagerung des heuer geernteten Getreides. In einer weiteren Box kann der Safran weiterverarbeitet und für den Verkauf vorbereitet werden.

Auch für die Tiere werden Notunterstände errichtet: ein großer Stall für die Schweine und fünf kleinere für die Kühe.

Noch immer kann gespendet werden

„Mit ihrer Unterstützung geben sie den Familien in den Katastrophengebieten ein Stück Hoffnung“, bedanken sich die beiden Caritas-Direktoren Franz Kripp und Paolo Valente bei den Spendern aus Südtirol. Wer die Hilfsmaßnahmen für die Erdbebenopfer in Mittelitalien unterstützen möchte, kann dies über eine Spende unter dem Kennwort “Erdbeben Italien” an folgende Bankkonten tun: 
Südtiroler Sparkasse: IBAN: IT17X0604511601000000110801
Raiffeisen Landesbank: IBAN: IT42F0349311600000300200018
Südtiroler Volksbank: IBAN: IT12R0585611601050571000032
Intesa Sanpaolo: IBAN: IT18B0306911619000006000065

stol