Dienstag, 06. August 2019

Südtiroler verschulden sich für den Urlaub

100 Mio. Euro werden heuer italienweit an Urlaubsdarlehen aufgenommen. Auch Herr und Frau Südtiroler leisten sich Urlaub auf Pump. Das Geld dafür verschaffen sie sich aber meist nicht bei ihrer Bank, sondern viel einfacher und diskreter bei Finanzierungsgesellschaften. Das Tagblatt Dolomiten hat sich in der Ausgabe vom Dienstag mit Mitarbeitern der Schuldnerberatung der Caritas unterhalten.

Viele Familien in Südtirol schämen sich dafür, dass es ihnen finanziell nicht so gut geht wie anderen.
Badge Local
Viele Familien in Südtirol schämen sich dafür, dass es ihnen finanziell nicht so gut geht wie anderen. - Foto: © shutterstock

Dass sich Südtiroler für den Urlaub verschulden, bestätigt Stefan Plaikner, der Leiter der Schuldnerberatung der Caritas. „Die einen überziehen dafür ihr Konto, vielleicht auch nur um wenige 100 Euro, andere hingegen nehmen einen Kredit auf, den sie dann in Raten zurückzahlen. Dann kann es auch schon um Summen zwischen 2000 und 5000 Euro gehen“, sagt Plaikner.

Das kennt auch Familienseelsorger Toni Fiung. „In Südtirol wird sehr viel verglichen, und so vergleichen auch Familien, was sich andere leisten können und fühlen sich unter Druck gesetzt, es beim Urlaub dem Nachbarn gleich zu tun. Das erlebe ich bei meinen Beratungen“, sagt Fiung. Viele Familien schämten sich dafür, „sich eingestehen zu müssen, dass es ihnen nicht so gut geht wie anderen.“, so Fiung.

D/wib/lu

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol