Der 25. Welttag des Fairen Handels hat heute Menschen in ganz Südtirol zusammengebracht: Die Südtirol Weltläden luden an sieben Standorten zu Verkostungen, Gesprächen, Musik und Aktionen ein und zeigten, wie eng bewusster Konsum mit sozialen und ökologischen Fragen verbunden ist. <BR /><BR />Zahlreiche Besucher nutzten die Gelegenheit, Produkte kennenzulernen, Fragen zu stellen und mit den vielen Freiwilligen ins Gespräch zu kommen, die den Fairen Handel in Südtirol seit mehr als viereinhalb Jahrzehnten tragen.<BR /><BR />Einen besonderen Schwerpunkt bildete Meran, wo der Weltladen Meran-Lana gemeinsam mit der Stadtgemeinde und der Initiative Fair Trade Town Meran im Pavillon des Fleurs ein vielfältiges Programm gestaltete. Workshops zur kreativen Wiederverwendung von Kleidung, Gesprächsrunden, Informationsstände, Musik und ein Fair-Trade-Aperitif verbanden Nachhaltigkeit mit Begegnung und Lebensqualität. Gleichzeitig feierte der Weltladen Meran sein 35-jähriges Bestehen.<BR /><h3> Meran feierte 35 Jahre Weltladen</h3>„Der Faire Handel macht globale Zusammenhänge konkret und verständlich. Menschen sehen heute, dass hinter jedem Produkt Geschichten, Arbeitsbedingungen und Lebensrealitäten stehen“, sagte Klaudia Resch, Präsidentin des Weltladens Meran-Lana. Bürgermeisterin Katharina Zeller betonte, dass kleine alltägliche Entscheidungen Wirkung entfalten und bewusster Konsum einen Beitrag zu einer gerechteren Zukunft leisten können. Der von den Schülern der Hotelfachschule Ritz zubereitete Aperitif und die Geburtstagstorte standen sinnbildlich für den Wert des Projekts, den ein Schüler der Schule vor dem Tortenanschnitt hervorhob.<BR /><BR />Begegnungen und Verkostungen in allen Landesteilen Auch in den anderen Landesteilen standen Begegnung und Austausch im Mittelpunkt. In Bozen lud der Weltladen in der Südtiroler Straße zu Verkostungen und Gesprächen ein.<BR /><BR /> In Brixen konnten Besucher am Hartmannplatz hochwertige und fair gehandelte Olivenöle verkosten und mehr über Herkunft, Qualität und Produktionsbedingungen erfahren. Vor dem Weltladen in Bruneck wurden frisch zubereitete Schokobananen angeboten – als Zeichen für fairen Handel und bewussten Konsum von Produkten aus dem globalen Süden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1310925_image" /></div> <BR />In St. Ulrich in Gröden fand ein fairer Aperitif statt, bei dem regionale Begegnung und internationale Lieferketten miteinander verknüpft wurden. Der Weltladen Latsch organisierte im Culturforum ein faires Frühstück und machte sichtbar, wie eng Genuss und verantwortungsvoller Konsum zusammenhängen.<BR /><BR />Besonders stark besucht war auch die Veranstaltung in Sand in Taufers. Dort verwandelte sich der Garten des Hotel Spangla in einen Ort des Austauschs und der Kulinarik. Im Mittelpunkt stand ein Street-Food-Angebot mit fair gehandelten Zutaten aus dem Weltladen Taufers und frischem Gemüse vom Biolandhof Tschoggler. Zubereitet wurden unter anderem Hummus mit sizilianischen Kichererbsen und Mango von den Philippinen, ein Linsencurry mit Bio-Kokosmilch aus Thailand sowie Kung Pao mit Biohuhn aus dem Wipptal. Begleitet wurde der Vormittag von Live-Musik des Baguette Duos.<BR /><BR />Brigitte Gritsch, Koordinatorin der Südtiroler Weltläden, zog am Nachmittag eine positive Bilanz: „Die vielen Begegnungen haben heute gezeigt, dass Menschen wissen wollen, woher Produkte kommen, wer sie hergestellt hat und welche Auswirkungen Konsumentscheidungen weltweit haben. Fairer Handel verbindet Genuss mit Verantwortung.“ Gleichzeitig erinnerte sie daran, dass die Weltläden in Südtirol seit Jahrzehnten von ehrenamtlichem Engagement getragen werden: „Hinter diesen Aktionen stehen Menschen, die sich mit viel Zeit und Überzeugung für gerechtere Handelsbeziehungen einsetzen.“