„Hier sind alle immer freundlich und offen – es kam unerwartet für die Gemeinschaft“, berichtet sie. Zum Zeitpunkt des Anschlags war sie glücklicherweise zu Hause.<BR /><BR />Vor neun Monaten ist die 26-jährige E. Z. aus Südtirol nach Sydney gezogen. Bondi Beach, der beliebte Strand, an dem am vergangenen Sonntag 15 Menschen von zwei Terroristen – Vater und Sohn – mit Schusswaffen getötet und weitere verletzt worden waren ( <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/vater-und-sohn-als-terroristen-einfluss-von-is-bei-anschlag-in-sydney-vermutet" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">STOL hat berichtet</a>), liegt nur drei Kilometer nördlich vom Stadtteil Coogee, wo die junge Südtirolerin wohnt. <h3> Südtirolerin war vergangene Woche am Bondi Beach </h3>Erst vergangene Woche war sie dort gewesen. „Bondi Beach ist ein Ort, den die Menschen aufsuchen, um ihre Freizeit zu genießen und Spaß zu haben. Nie hätte man so etwas erwartet, vor allem in der Gegend“, berichtet die junge Frau. Es handle sich um eine der beliebtesten Buchten in ganz Australien, weiß sie. <BR /><BR />Über die Medien habe sie am Nachmittag von den Anschlägen erfahren – „es war schlimm und bis am Abend wurde es noch schlimmer“, erzählt sie. „Zum Glück war keiner von unseren Freunden und Bekannten zu dem Zeitpunkt dort.“ <h3> Mehr Ordnungshüter und Straßensperren </h3>Obwohl sie keine Zeugen des Anschlags kennt, sei die bedrückte Stimmung in Sydney und ganz Australien deutlich zu spüren, so E. Z. „Die Menschen sind hier immer freundlich und offen – es kam unerwartet für die Gemeinschaft“, die einen großen Zusammenhalt zeige, berichtet die 26-Jährige. <BR /><BR />„Die Stimmung ist bedrückt. Ich habe heute viele Menschen gesehen, die mit Blumen in Richtung Bondi Beach gingen. Auch waren viel mehr Polizisten unterwegs, und es wurden Straßensperren eingerichtet.“ <BR /><h3> „Sich zu spalten wäre kontraproduktiv“ </h3> Die Entwicklungen verfolge sie auch in den lokalen Medien – „man legt Wert darauf, dass keine Fake News verbreitet werden und das Thema nicht weiter politisch aufhetzt“, sagt die junge Südtirolerin. „Die Gesellschaft zu spalten ist das, was die Terroristen erreichen wollten. Deshalb ist es hier vor Ort wichtig, dass der Zusammenhalt bestehen bleibt – sich politisch zu spalten wäre kontraproduktiv“, meint sie.